18.05.2012, 15.:12
Zweischneidig
Derzeit geistert ein Aufruf durchs Internet, bei dem sich Selbstständige an einer Online-Petition beteiligen sollen, um unsere Arbeitsministerin (ex-Zensusula) darauf hinzuweisen, das eine mögliche Einführung einer zwangsweisen Altervorsorge für zahlreiche Selbstständige eine unzumutbare Härte darstellt.
Auch ich sollte mich an dieser Petition beteiligen, habe mich aber dagegen entschieden. Das hat auch Gründe.
Zwar sehe ich auch, dass es für einen jungen Selbstständigen (und auch für solche, die schon länger dabei sind) eine heftige Belastung darstellt, wenn ihnen im Monat 200-300 Euro aus der Kasse gezogen werden. Vor allem, da man als Selbstständiger ja nicht mit einem festen monatlichen Einkommen rechnen kann. Bei klammer Kassenlage schmerzen die 200-300 Euro doppelt. Erst recht, wenn die Situation anhält und einen die Altervorsorge in den Ruin, sprich: die Insolvenz treibt.
Andererseits aber sehe ich es nicht ein, warum sich nicht auch Selbstständige um ihre eigene Altersvorsorge kümmern sollten. Die Gesellschaft ist ja nicht daran schuld, dass sie selbstständig sind. Dass Selbstständigkeit nicht kosten- und risikolos ist, weiß jeder, der das mal probiert hat. Das bedeutet, dass man sich schon vor dem Schritt (oder Sprung) in die Selbstständigkeit Gedanken darüber machen muss, dass man vielleicht mal älter wird und nicht mehr 8 Tage in der Woche ranklotzen kann.
Nun werden ja nur solche zwangsversichert, die nicht bereits vorgesorgt haben — sei es, weil sie sich nicht vorstellen können, dass sie älter werden, oder weil sie sich irgendwann stillschweigend in einer immer dünner werdenden sozialen Hängematte auszuruhen beabsichtigen. In beiden Fällen ist das dumm.
Allerdings ist es wirklich ruinös, einem Selbstständigen in einer Flaute einen Betrag abzuknöpfen, der ihn in guten Zeiten kaum belastet. Ich plädiere daher darauf, diesen Beitrag nicht absolut festzulegen, sondern prozentual am monatlichen Umsatz – so wie es in der Umsatzsteuer auch der Fall ist. Der prozentuale Anteil kann ja nach persönlichem Anspruch gestaffelt werden.
Macht Jemand mit? Ich würde der Ministerin gerne einen solchen Vorschlag unterbreiten. Wir könnten ihn gemeinsam formulieren.
28.04.2012, 14.:13Publizieren und Ratlosigkeit
Auf der Deutschen Publishing Konferenz 2012 in München scheint mir eine gewisse Ratlosigkeit zu herrschen; zumindest unterschwellig ist die Unsicherheit ob der eigenen Zukunft groß. Was mache ich denn noch, wenn meine Kunden online wollen und den Druck einsparen?
So viel Wissen aus der ehrwürdigen Druckbranche – und so wenig Konzept. Auch schimmert immer die deutsche Reflexhandlung durch, Probleme, die eigentlich nicht technischer Natur sind, technisch lösen zu wollen.
Da steht eine ganze Branche vor einem Abgrund, den nicht alle werden überspringen können.
Sichtbare Produktivität
Meine bevorzugte “Productivity Suite” (das Bündel aus Programmen zur Verwaltung und Planung meiner Tätigkeit, also Aufgabenverwaltung, Projektplanung, Visualisierung und Strukturierung) hat mittlerweile durchgängig neue Icons bekommen. Es gibt sie zumeist auch in einer Version für iOS (iPad und teilweise iPhone) und zunehmend werden die Programme smarter: bessere Synchronisation, bessere Navigation. Nicht dass Letzteres schlecht ist – bewahre. Meines Erachtens zeichnet es diese Programme aus, dass sie auch komplexe Aufgaben leicht erscheinen lassen (und ich mir oft von meinen Kunden anhören muss, dass sie ihre Aufgaben und Unterlagen auch gerne so gut im Griff haben würden).
Mit den neuesten Updates sieht das Ganze jetzt auch richtig professionell und trotzdem freundlich aus. Da macht die Arbeit gleich noch mehr Freude. Ach ja, es handelt sich (wer hätte das nach der Lektüre meiner Website schon gedacht?) um die Tools der Omnigroup in Seattle, USA.

Rennradlinks
Habe ich schon erwähnt, dass ich seit zwei Wochen einen Jugendtraum wahr gemacht habe und mit meinem Rennrad das Münchner Umland durchmesse?
Na, egal. Auf jeden Fall findet sich hier unten auf der linken Seite eine kleine Übersicht meiner zurückgelegten Streckenkilometer. Mit einem Klickauf mein Namenskürzel “tboettiger” landet man auf meiner Profilseite bei bikemap, einer kostenlosen Plattform für Radenthusiasten. Kann ich nur empfehlen, vor allem, da man sich dort selbst Touren zusammenstellen kann und diese dann mit Hilfe einer App auf dem iPhone nachfahren kann. Das iPhone als Navi…
Allen Radlern nur zu empfehlen.
