02.02.2010, 20.:45
Ich bin mir immer noch nicht schlüssig, ob und wenn ja welche Bedeutung das iPad auf die Menschheit als solche haben wird. Aus Sicht der Verlage stecken viele Hoffnungen darin, mal wieder ordentlich Kohle zu machen, nachdem der Büchermarkt auch durch eigenes Zu- und Nichtstun nur noch Wenigen ein Auskommen bietet. Verlage haben sich überlebt. Auch wenn sie das nicht wahrhaben wollen.
Ich schweife ab. Wenn — und da sind sich die Verlage und Journalisten einig — Apple mit dem iPad das vorhat, was sie mit dem iPod auf dem Musikmarkt erreichten, stellt dieses kleine flache Spielzeug tatsächlich Einiges auf den Kopf, von dem wir seit Gutenberg ausgingen, dass es unverrückbar sei. Zeitungen werden nicht mehr geschrieben, sie werden “gepaddet”. (mehr…)
27.01.2010, 15.:03
Das beste Zitat zum Schluss des Interviews. Es stammt vom Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zur Wirtschaft und den Perspektiven der ökonomisch-orientierten Weltordnung im Allgemeinen und der katholischen Kirche im Besonderen:
Wir müssen doch in Jahrhunderten denken. Wir können nicht einfach in Insolvenz gehen.
Das hat was Tröstliches und erinnert an John Maynard Keynes:
“Der Tag ist nicht weit, an dem das ökonomische Problem in die hinteren Ränge verbannt werden wird, dort, wohin es gehört. Dann werden Herz und Kopf sich wieder mit unseren wirklichen Problemen befassen können – den Fragen nach dem Leben und den menschlichen Beziehungen, nach der Schöpfung, nach unserem Verhalten und nach der Religion.” (wikiquote.org)
27.01.2010, 11.:45
Die eigenwillige Geschwätzigkeit des Betriebssystems hat sich auch in der neuen Version nicht gelegt: Oder kann mir jemand erklären, warum man den gleichen Sachverhalt immer wieder aufführt (Updates, um die Stabilität zu verbessern, Neustart erforderlich)?
Das geht doch nun wirklich kürzer und verständlicher.

22.01.2010, 12.:09
Schon länger versucht sich die Baumarktkette OBI in der Billigheimer-Schiene: Zuerst wollte man alle Konkurrenzangebote unterbieten, dann sparte man an der Lagerhaltung und hatte nie die angepriesene Ware vorrätig, schließlich strich man Personal zusammen und stellte nur noch 400 Euro-Jobber ein und jetzt fällt das Angebot drastisch.
Die Erfahrung von heute Vormittag: keiner weiß mehr, was da ist, was bestellt wurde, wann das wieder vorrätig ist und wer dann dafür zuständig ist. Da hat man mit dem dicken Rotstift den Laden ruiniert. Aber nächstes Jahr beantragt man dann sicher eine Systemrelevanz…