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Der Switch: Was macht ein FrameMaker ohne Mac?

19.07.200723.01.2022

Nachdem sich Adobe aus betriebswirtschaftlichen (nicht technologischen) Gründen dagegen entschieden hatte, das ungeliebte eigene Kind namens »FrameMaker« für den Mac weiter zu entwickeln, und statt dessen nur die ursprüngliche Unix-Version und die am weitest verbreitete Version für Windows zu weiter zu führen, stellten auch die Entwickler der Plug-Ins ihre Unterstützung für den Mac ein.

Allen voran FrameScript, so dass die meisten Automatismen und Funktionen, die Adobe selbst nicht zu implementieren schaffte, nur noch auf der Windows-Plattform laufen. Mit dem Umstieg Apples weg von den energieeffizienten, aber relativ »untermotorisierten« Prozessoren der PowerPC-Familie hin zu den Core Duo-Einheiten der Firma Intel lief auch die Unterstützung des klassischen Mac OS 9 auf dem Mac aus. – Mit einem Satz: Der Mac-User, der sich einen neuen Mac mit den Intel-Prozessoren zulegt, muss auf FrameMaker in der Windows-Variante ausweichen.

Das bedeutet, ein Windows Betriebssystem zu installieren und den FrameMaker in einer virtuellen Umgebung auf dem Mac laufen zu lassen. Das geht, fragen Sie? Sogar recht gut, sieht man von den kleinen FrameMaker-Macken ab.…

Die Vorbereitung

Zunächst gilt es, sich die erforderliche Software zu besorgen:

  • ein Betriebssystem (Windows XP, am besten mit Service Pack 2),
  • eine Virtualisierungssoftware, die dem Gastbetriebssystem einen kompletten Rechner vorgaukelt (hier Parallels Desktop for Mac, Version 3.0),
  • und natürlich den FrameMaker Windows als Crossgrade (plattform-übergreifendes Upgrade von Version 7.0 Macintosh auf 7.2 Windows),
  • und eine neue Version von FrameScript/ElmScript für Windows.

Das Ganze wird installiert auf einem MacBook Pro mit einem Core 2 Duo Prozessor mit 2,4 GHz und 4 GB Arbeitsspeicher (den brauchen Sie, wenn während der Produktion neben Mac OS X mit Illustrator, Acrobat und diversen anderen Programmen auch Windows XP mit FrameMaker laufen soll). Die Installation ist ein Kinderspiel: Parallels downloaden, installieren, starten und Windows XP nachschieben. Dann die Transfer-Erweiterungen ins Windows kopieren und FrameMaker installieren. Jetzt nur noch die neuesten Patches laden und XP aktivieren. Fertig.

Jetzt noch die Einstellungen des virtuellen Rechners modifizieren: Wir geben ihm mal für den Anfang 970 MB RAM und setzen den Grafikspeicher auf 64 MB. Für FrameMaker reicht das. Die Netzwerkeinstellungen und den Drucker soll er sich vom Mac holen, so dass damit das System eigentlich fertig konfiguriert ist.

Die Virtualisierung

Im Gegensatz zu einer Emulation, wie sie früher auch von Microsoft als »VirtualPC« für den Mac verkauft wurde, wird nicht per Software ein i386-Prozessor nachempfunden (das lief nur unter erheblichen Geschwindigkeitseinbußen), sondern das Gast-Betriebssystem (hier Windows XP, es könnte aber auch Linux oder UNIX oder OS/2 sein) durch eine virtuelle Partition vom Hauptbetriebssystem getrennt. Windows greift damit mit nur unwesentlichen Einbußen (< 5%) direkt auf die Hardware zu. Von der Virtualisierungssoftware werden ihm nur die Treiber für den Bildschirm, die Maus und die Tastatur »untergeschoben«. Der Vorteil der Virtualisierung ist daher neben der nativen Geschwindigkeit beider Betriebssysteme die vollständige Nutzung der Dokumente auf der Festplatte des Macintosh. Ein Kopieren entfällt …

Darüber hinaus benutzt Parallels in der Version 3 auch die Möglichkeit, dass aus beiden Betriebssystem heraus die Dokumente mit dem dazu passenden Programm geöffnet werden können (»Smart Select«). Wählt man beispielsweise im Windows Explorer® eine EPS aus um sie zu öffnen, startet automatisch Adobe Illustrator auf dem Macintosh und öffnet das Dokument. Das ist gerade bei der Bearbeitung von FrameMaker-Dokumenten von Vorteil, da man die referenzierte EPS nur doppelklicken muss, um sie im anderen Betriebssystem zu bearbeiten. Dieser Austausch funktioniert in beide Richtungen, so dass hier die Grenzen der Betriebssysteme fast völlig verschwinden.

Und FrameMaker?

Das einzige Programm, dass damit Schwierigkeiten hat, ist ausgerechnet FrameMaker, denn er startet zwar, wenn man auf dem Mac eine *.fm-Datei doppelklickt, meldet aber dann, er könne die Datei nicht finden. FrameMaker-Dokumente müssen daher im Windows Explorer geöffnet werden.

Da das Gast-Betriebssystem in Windows als ein angeschlossenes Netzlaufwerk erscheint, hat FrameMaker auch eine gewisse Zähigkeit beim Öffnen grafiklastiger Dokumente. Wer schon einmal mit FrameMaker eine Seite mit einer referenzierten 16 MB großen EPS übers Netzwerk geöffnet hat, weiß wovon ich spreche. Sind alle Buchdateien einmal geöffnet, geht er jedoch mit rasender Geschwindigkeit zu Werke: Suchen & Ersetzen in einem Buch mit 200 Seiten geht schneller als man die Maustaste loslässt.

Daneben hat er noch die Probleme der plattformübergreifenden Kompatibilität: Das Gradzeichen (°) wurde in der Version 7.2 auf eine andere Stelle der Codepage verlegt, so dass man nacharbeiten muss.

Und natürlich das leidige Problem der Farben: FrameMaker Windows kann kein CMYK, so dass die produzierten PDF durch die Konvertierung in den Windows-eigenen sRGB-Farbraum auf dem Mac zu knallig wirken. Dem lässt sich aber durch eine Neuzuordnung des ICC-Farbprofils (ISO Fogra) im Adobe Distiller leicht nachhelfen.

Alles in Allem macht jetzt sogar Windows Spaß, auch wenn es einem als Mac-User ein bisschen rückständig vorkommt …

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