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leben, technik und kommunikation

Bombenalarm am Eiffelturm!

15.08.200815.08.2008

Es ist uns passiert — soviel gleich vorweg. Es handelt sich nicht um eine frei erfundene Geschichte.
Wir kamen mittags mit der Bahn in Paris mit unseren vollbepackten Rädern (Tandem, Rad und Anhänger, bepackt mit 2 Zelten, Kocher, Schlafsäcken, Wäsche, Ausrüstung) auf der Heimreise von unserem Radelurlaub an. Da wir bis zur Abfahrt des Nachtzugs noch etwas Zeit eingeplant hatten, sind wir am Seineufer vom Gare Austerlitz an Nôtre Dame vorbei zum Eiffelturm gefahren. Unsere Kinder wollten ihn mal aus der Nähe sehen und besteigen.
Leider war die Besucher-Schlange dort recht lang, also schoben wir unsere Räder an den Menschenmassen vorbei und parkten sie hinter zwei Parkbänken in Sichtweite der Kasse und schlossen sie ab. Anschließen ist in Frankreich fast nicht möglich. Wegen der großen Menschenmenge befürchteten wir, dass sich ein Gelegenheitsdieb durchaus über unsere Taschen hermachen könnte, die wir aber schon aus Gewichtsgründen nicht mitnehmen konnten.
Wertsachen steckten wir ein und reihten uns in die Schlange ein.
Man „durchsuchte“ recht oberflächlich unsere Wertsachen (Ich hätte unter der Kamera in der Radeltasche alles Mögliche durchschleusen können).
Nach unserer Rückkehr dann geschah es: wir gingen zu unseren Rädern zurück, um die mitgenommenen Sachen wieder anzuhängen und weiterzufahren, als wir fast zeitgleich von bewaffneten Soldaten der französischen Armee daran gehindert wurden, in die Reichweite der Räder zu gelangen. Da bemerkte ich, dass die Räder im Umkreis von etwa 10 Metern abgesperrt waren und sich niemand außer drei Soldaten dort befand. Als wir erklärten, dass das unsere Räder seien, durften wir zwar hin, uns aber nicht mehr fortbewegen. Man redete auf Französisch auf uns ein. Als ich ihm klar machte, dass ich gar nicht verstünde, was er wolle, und dass die Frau mit mir verheiratet sei und die beiden Kinder auch zu mir gehörten, rief er seinen Chef an, der es mir als begriffsstutzigem Deutschen auf Englisch erklärte:
Da die Räder unbeaufsichtigt herumstanden, hätte man angenommen, dass es sich um ein geplantes Bombenattentat handele und den Sprengwagen geordert, der die Räder mit Gepäck ordnungsgemäß gesprengt hätte. Er war aber zu unserem großen Glück noch nicht gekommen. Nach unserem Versprechen, dies nicht wieder zu tun und der Beteuerung, dass wir daran nicht mal im Traum gedacht hätten, ließ man uns unbehelligt (und vermutlich auch erleichtert) ziehen. Geklaut hat da übrigens keiner, wie auch, immerhin haben wir die Räder von der Armee bewachen lassen…

Resumée: Es handelt sich hier um einen Fall der ordnungstechnischen Inkonsequenz. Wenn man den Eiffelturm und seine Besucher schützen möchte, muss man das Areal grundsätzlich weiträumig abriegeln und nur nach strenger Visitation zur Kasse lassen. Dann benötigt man auch Schilder, die darauf hinweisen, dass man sich aufgrund extremistischer Paranoia im Ausnahmezustand befindet und grundsätzlich erstmal alles sprengt, was nicht auf einzurichtenden Parkplätzen steht (diese Abstellflächen gibt es nicht).

Postscriptum: Wenn wir arabischer Herkunft gewesen wären, hätte man uns vermutlich nicht so schnell davonkommen lassen, Kinder hin oder her.

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