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OmniGraffle 6: Damit die Ideen nicht ausgehen

26.09.2013

Über 5 Jahre ist es her, dass die Omni Group ihrem Visualisierungsprogramm eine neue Version spendiert hat. Das sind Ewigkeiten. Einerseits. Andererseits aber zeigt es auch, wie bahnbrechend das Produkt damals war. Seit gestern aber ist eine neue Version auf dem Markt, die es in sich hat.

© Omni Group In der Zwischenzeit hat sich in der Welt viel geändert, zumal in der Welt der Computertechnologie. Touchscreens sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, die Programmbedienung mit den Fingern auch auf den „großen“ Computern ist alltäglich. Die Cloud ist überall. Aber die meisten Menschen denken immer noch besser, wenn sie sich etwas vor Augen führen können.

Mit einer schnellen Skizze lassen sich nämlich zahlreiche potenzielle Missverständnisse von vornherein ausschließen. OmniGraffle ist darauf ausgerichtet, die Lücke zwischen Bleistift und Papier auf der einen Seite und dem Computer auf der anderen Seite zu schließen. Und mit der neuen Version ist diese Lücke sehr viel kleiner geworden.

Oberfläche

Das erste, was beim Öffnen des Programm auffällt, ist die vereinheitlichte Programmoberfläche: Es gibt keine Paletten mehr, die irgendwo am Rand schweben und ein- oder ausgeblendet werden können, sondern alle für die Bearbeitung notwendigen Menüs werden angezeigt ähnlich einer Internetseite: links die Navigation, rechts die Bedienung. Da das Programm auch weiterhin exklusiv auf OS X läuft, kommt dies vor allem der Funktion zugute, das Programmfenster im Vollbildmodus zu bearbeiten. Denn damit werden automatisch alle Paletten und Fenster „mitgenommen“.

OmniGraffle 6: Die Oberfläche

Bedienung

OmniGraffle gibt es als Vollversion oder Upgrade als „normale“ oder erweiterte „Pro“-Version direkt bei der Omni Group (oder ausschließlich als Vollversion über den Mac App Store) zu erwerben – für den stolzen Preis von 179$ bzw. ab 99$. Als Betriebssystem wird mindestens OS X 10.8 vorausgesetzt. Wer langfristig plant, sollte daher direkt beim Hersteller einkaufen.

Die Unterschiede zwischen der „normalen“ und der „Pro“-Version allerdings erfordern etwas Nachdenken: Wer keinen Austausch mit Visio benötigt oder auf die sehr zeitsparende Funktion der „shared layers“ verzichten kann, kommt mit der „normalen“ Version günstig an ein ausgereiftes und vielseitiges Werkzeug zur Visualisierung aller erdenklichen Sachverhalte.

Für Benutzer, die für Diagramme, Schaltpläne und Schaubilder kein teures Grafikprogramm installieren oder einsetzen möchten, empfiehlt sich die Pro-Version. Der höhere Preis ist angesichts des doch moderaten Aktualisierungszyklus mehr als verdaulich – und schnell wieder eingespielt.

Der Support bei beiden Vertriebskanälen ist identisch: die Omni Group verfügt vermutlich über eine der kompetentesten Supportabteilungen der Computerindustrie.

Die Programmierer haben nicht nur die Oberfläche gestrafft und an die aktuellen Computer angepasst, sondern sich auch über die Benutzung Gedanken gemacht. Ein Beispiel ist das Zeichnen von Objekten. Bislang musste man die Objektform wählen und sie dann in der gewünschten Größe auf die Leinwand zeichnen. Das entfällt jetzt. Es genügt, das Formwerkzeug zu wählen und ein Rechteck zu zeichnen. Später, wenn es kein Rechteck sein soll, markiert man das Objekt und wählt in der Werkzeugleiste am rechten Rand die gewünschte Form. Fertig. Das geht auch mit mehreren markierten Objekten.

Gerade für Redakteure war bereits in der vorigen Version die Funktion der „shared layers“, (gemeinsame Ebenen auf allen „Seiten“) sehr nützlich, konnte man doch auf diese Weise mehrere Versionen einer Darstellung in einem einzigen Dokument verwalten. In einem Ablaufdiagramm beispielsweise, dessen Abläufe auf mehrere Abschnitte oder Kapitel aufgeteilt werden, erhält jeder Abschnitt ein eigenes Diagramm, in dem nur der relevante Teil hervorgehoben wird, die anderen Schritte aber erkennbar bleiben. Der Leser behält dadurch zwar den Gesamtüberblick, erkennt aber gleichzeitig, welchen Abschnitt er vor sich hat. Dieses Problem lässt sich in OmniGraffle mit Hilfe der gemeinsamen Ebenen sehr schnell lösen: es lässt sich jede Ebene mit einem Mausklick als „shared layer“ definieren und alle Objekte darauf stehen auf allen Seiten zur Verfügung. Sobald sich ein Objekt auf dieser Ebene verändert, wird es überall angepasst (diese Funktion gibt es nur in der Pro-Version).

Zusätzlich

Eine Besonderheit des Programms waren immer schon die so genannten „Stencils“, Vorlagen, die kostenlos im Internet erhältlich sind und in das Programm aufgenommen werden können. Sie erweitern die Symbolbibliothek um bestimmte Bereiche wie Piktogramme für Schaltpläne oder Landkarten. Damit entfällt das eigene Zeichnen, denn die einmal installierten „Stencils“ werden einfach ins Dokument gezogen. Eine Fundgrube für Stencils ist die Website „Graffletopia“, die für alle nur erdenkliche Lebenslagen passende Symbole bereithält: Einrichtungsgegenstände, Interface-Objekte für Smartphones, Architektur oder Datenbank-Konzeption. Die eingefügten Stencils lassen sich nun beliebig anpassen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Fazit

Wer Sachverhalte gerne visualisiert und klarer „rüberkommen“ möchte, wird um ein Programm wie OmniGraffle nicht herumkommen, sofern er einen Mac oder ein iPad besitzt.

Interaktion

Die Entwicklungen in der Computertechnologie der letzten Jahre hatten erhebliche Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir mit Computern umgehen, wo wir sie einsetzen und wie wir sie bedienen. Das beste Beispiel dafür sind berührungsempfindliche Bildschirme, „Touchscreens“, die fast ausschließlich mit den Fingern bedient werden (obwohl es Menschen geben soll, die einen speziellen Eingabestift verwenden …). Gegenüber einer Maus hat der Finger nämlich den großen Vorteil, dass er nicht alleine ist. Mit einem Mauszeiger lässt sich immer nur eine Aktion ausführen. Da kann man so viele Maustasten verwenden wie man möchte: der Pfeil auf dem Bildschirm reagiert immer nur auf das nächste Kommando, das man vorher im Menü aussuchen muss. Unsere Finger dagegen können wir vielseitiger einsetzen: wir können sie drehen, spreizen, zusammenführen, mehrere Finger gleichzeitig bewegen und auf etwas tippen.

Der Mauszeiger dagegen ist klein und kann zuverlässig auch kleinere Ziele erreichen, wo wir mit unseren dickeren Fingern die Hälfte des Ziels verdecken würden. Dennoch setzen sich Finger als Eingabegeräte durch (vielleicht auch, weil man sie nicht so schnell verlieren kann …). Als Konsequenz bedeutet dies auch, dass die altbekannten Dialogfenster ausgedient haben. Ein Dialogfenster bedeckt nämlich immer einen Teil des gerade geöffneten Dokuments oder Programms und verhindert, dass wir damit weiterarbeiten, bis wir auf den Eingabedialog reagiert haben. Da dies für die meisten Prozesse hinderlich ist, sind Programmierer dazu übergegangen, bei komplexeren Programmen zusätzliche Paletten einzubauen, die irgendwo am Rand schweben oder am Dokument kleben. Das aber bedeutet, dass unsere Augen vom Objekt zur Palette wandern und dort nach einem passenden Menüeintrag suchen, dann wieder zurückwandern, um zu kontrollieren, ob das Ergebnis auch das gewünschte ist. Das funktioniert nur so lange zuverlässig, bis es mehrere Paletten gibt, die sich gegenseitig überlagern und wir als Benutzer gezwungen sind, nach der korrekten Palette zu suchen – was auch kleinen Bildschirmen dazu führen kann, dass wir unser eigentliches Ziel aus den Augen verlieren und damit unproduktiver werden.

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