Kinomap richtig einstellen

Wir leben in unru­hi­gen Zei­ten. Nicht nur, dass die Jah­res­zeit für Aus­dau­er­sport­ler eher unge­müt­lich ist und mehr Moti­va­ti­on benö­tigt als der Rest des Jah­res – auch die Pan­de­mie zwingt uns dazu, auf gemein­sa­me sport­li­che Akti­vi­tä­ten zu verzichten. 

An ande­rer Stel­le hat­te ich beschrie­ben, wie man sich mit dem nöti­gen Klein­geld Abhil­fe ver­schaf­fen kann – immer­hin spart man sich das Abo in einem Fit­ness­stu­dio. Und natür­lich ist eine vir­tu­el­le Rad­fahrt nicht mit der rea­len zu ver­glei­chen – weder hin­sicht­lich des Gefah­ren­kit­zels, noch hin­sicht­lich des Natur­er­le­bens. In der App kreu­zen näm­lich kei­ne Fasa­ne oder Wild­schwei­ne unver­hofft die Fahrbahn.

Um aber trotz­dem das Opti­mum aus der Soft­ware her­aus­zu­ho­len, genügt es nicht, sich die Hard­ware und Soft­ware zu beschaf­fen, man muss sie auch ein­stel­len. Wie das geht, steht hier.

Account einrichten

Zunächst muss man auf der Web­site kinomap.com einen eige­nen Account ein­rich­ten. Die­ser Account dient nicht nur zur Ver­wal­tung des Abos, son­dern auch den benut­zer­spe­zi­fi­schen Anga­ben zu Grö­ße und Gewicht („Per­so­nal data“), die Aus­wir­kun­gen auf die Hard­ware haben, die wir anschlie­ßen wollen.

  • My account ent­hält die Anga­ben zur Anzei­ge des Benut­zer­na­mens in der App und der Erreichbarkeit.
  • Per­so­nal data sind jene Anga­ben zu Geschlecht, Grö­ße und Gewicht, die der Aus­wer­tung dienen.
  • Secu­ri­ty sind Pass­wort­ein­stel­lun­gen. Lei­der ist die App noch nicht zur 2‑Fak­tor-Authen­ti­fi­zie­rung in der Lage. Das bedeu­tet, dass man bei der Pass­wort­ver­ga­be ein ein­ma­li­ges und mög­lichst siche­res Pass­wort wäh­len soll­te. Dies ist die ein­zi­ge Sicher­heit, die ver­hin­dert, dass Unbe­fug­te die per­sön­li­chen Trai­nings­wer­te und Anga­ben aus­le­sen können.

Die Hardware

Klingt tri­vi­al, aber die Hard­ware , also das Trai­nings­ge­rät, muss auf­ge­baut und ein­ge­schal­tet sein, damit das Blue­tooth-Signal über­tra­gen wer­den kann. 

  • Hard­ware auf­bau­en und einschalten.
  • Gege­be­nen­falls Firm­ware aktua­li­sie­ren. Dazu bie­ten die jewei­li­gen Her­stel­ler eige­ne Apps an, mit denen die Gerä­te-Soft­ware aktua­li­siert und ein­ge­stellt wird (Wider­stand, Umdre­hun­gen etc.).
  • Kur­zen Funk­ti­ons­test auf der Hard­ware durch­füh­ren, ob die Signal auch kor­rekt auf dem Tablet oder Smart­pho­ne über­tra­gen werden.

Die App

  • App down­loa­den.
  • Mit den Benut­zer­da­ten der Web­site (Benut­zer­na­me und Pass­wort) anmel­den. Die übri­gen Anga­ben wer­den im Hin­ter­grund übertragen.
  • Auf „More“ tip­pen und das „Equip­ment Manage­ment“ wäh­len. Die App ver­sucht, sich mit der Hard­ware zu ver­bin­den. Dazu muss man sie unter Umstän­den noch­mals kurz benutzen.
  • Auf „User“ tip­pen und ein­stel­len, ob die Geschwin­dig­keit in km/​h oder Mei­len pro Stun­de (mph) ange­zeigt wer­den soll. Außer­dem kann man hier aus­wäh­len, um wel­che Art von Hard­ware es sich han­delt (Lauf­band, Rad oder Rudermaschine).
  • Auf „Trai­ning“ tip­pen und die Hard­ware ein­stel­len. Hier kann man ein­stel­len, wie die Hard­ware auf die Ver­än­de­run­gen in der vir­tu­el­len Stre­cke reagie­ren soll und wel­che optio­na­len Infor­ma­tio­nen zur Stre­cke ange­zeigt wer­den sollen.
  • Auf „Brow­se“ tip­pen und die gewünsch­te Trai­nings­art und Stre­cke aus­wäh­len. Die Län­ge, geschätz­te Dau­er und auch der Schwie­rig­keits­grad wer­den angezeigt.
  • Den Modus aus­wäh­len: Im Modus „Dis­co­very“ fährt oder läuft man die Stre­cke so, wie sie vom Urhe­ber gefah­ren wur­de. Im Modus „Chal­len­ge“ fährt oder läuft man sie in der eige­nen Geschwin­dig­keit gegen ein vir­tu­el­les Teil­neh­mer­feld, das die Stre­cke schon ein­mal mit der App bewäl­tigt hat. Das moti­viert und frus­triert gleich­zei­tig, denn es wer­den zwar mit Beginn der Stre­cke die nächs­ten 5 Fah­rer /​ Läu­fer vor und hin­ter einem ange­zeigt, die abso­lu­te Posi­ti­on kommt aber erst nach Abschluss der Strecke…

Das war es eigent­lich schon.

Jetzt noch der abschlie­ßen­de Life­hack: Die meis­ten Fil­me und Stre­cken ste­hen in unter­schied­li­cher Qua­li­tät zur Ver­fü­gung. Bei schlech­ter oder schwan­ken­der Netz­werk­ver­bin­dung ist es rat­sam, die Stre­cke aus­zu­wäh­len und down­zu­loa­den, bevor man los­fährt, rudert oder läuft, da dadurch die größ­te Daten­men­ge nicht mehr wäh­rend des Trips gela­den wer­den muss. Dann ruckelt der Film weniger…

Ab hier steht der Bewe­gung nichts mehr im Weg – außer dem inne­ren Schweinhund.