Gegenvorschlag 06.05.200803.11.2018 Zwei scheinbar unzusammenhängende Meldungen dieser Woche verdienen es, mal nebeneinander auf der Bank zu sitzen: Microsoft will doch nicht mehr Yahoo haben und die Selbstbediener im Bundestag greifen wieder zu. Die erste Meldung sorgt für lange Gesichter bei den Spekulanten auf den internationalen Aktienbörsen und die Heuschrecken bei Yahoo waren mehr als konsterniert: wie kann man nur ein Angebot ausschlagen, bei dem ein Software-Riese einen Haufen Geld auf den Tisch blättert ((mehr als das Bruttosozialprodukt aller afrikanischen Länder südlich des Äquators)) und das aller Voraussicht nach zur kompletten Zerschlagung eines Internetgiganten geführt hätte. Dass die Heuschrecken da springen ist verständlich… Was aber hat das mit der neuerlichen Diätenerhöhung im Bundestag zu tun? Immerhin erhalten Abgeordnete erstmal 7300 EUR für Anwesenheit, dann nochmals eine Reisekostenpauschale von 3500 EUR, dazu eine Bürokostenzuschuss von mehr als 13.000 EUR — monatlich! Und das mit meinen Steuergeldern. Also selbst als mittelmäßig positionierter Selbstständiger ist das sehr ordentlich, muss man jetzt mal so sagen. Und trotzdem wollen sie wieder mehr. Weil ja auch die Busfahrer mehr kriegen. Und jetzt der Zusammenhang: Geld. Nein, Gier. Microsoft hat die Taschen voller Geld und will endlich von seinem dahinsiechenden Betriebssystem weg. Die Abgeordneten kriegen den Hals nicht voll und haben genug von der ewigen Missgunst der Hartz IV-Empfänger. Kriegen wir nicht zusammen? Richtig! Microsoft zahlt die kommende Diätenerhöhung und erkauft sich dafür das Wohlwollen der Abgeordneten, damit sie endlich den ganzen Tag mit dem Internet Explorer auf den Seiten von Yahoo surfen. Dann wären wir sie los und Microsoft müsste es nicht versteuern. Und Yahoo hat wieder Leute, die seine Seite aufrufen. Und mit dem gesparten Geld könnten wir mal vernünftige Politik machen… Teilen mit: Zum Teilen auf Mastodon klicken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Mastodon Klicken, um auf WhatsApp zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp Klicken, um einem Freund einen Link per E-Mail zu senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail Klicken, um auf Bluesky zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Bluesky Mehr Klicken zum Ausdrucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken Klick, um auf LinkedIn zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn Klicken, um auf Telegram zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Telegram Klick, um auf Pinterest zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Pinterest Gefällt mir:Gefällt mir Wird geladen … Politik Unaufgeräumt BundestagMicrosoftYahoo