Warum auch?

Na ja, die Tagesschau muss es ja wissen (bzw. deren Quellen), immerhin leben sie ja auch von meinen Gebühren:

Der weltweite Klimawandel hat keinen Einfluss auf das Reiseverhalten der Deutschen. Das ergab die jüngste Sommerurlaubs-Studie des Europäischen Tourismus Instituts (ETI).

Also mal ehrlich: mich erinnert das an das St. Florians-Prinzip. Wieso sollte jemand auf seine Fernreise verzichten, wenn das Flugbenzin hochsubventioniert mit seinen Steuern in die Atmosphäre geblasen wird?
Natürlich haben Flugreisen einen geradezu vernichtenden Einfluss auf die Atmosphäre1, und natürlich hätten wir alle gerne unser schönes Wetter wieder. Aber seien wir doch mal ehrlich: solange wir täglich unsere Umwelt mit Autoabgasen versauen, müssen wir uns die Flugreisen nicht verkneifen.
Oder um es in Analogie zu einem Diätvorschlag eines körpergewichtgeplagten Zeitgenossen zu sagen: „Dick wird man nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten.“ Umweltschutz betreiben muss man im Alltag, nicht bei imageträchtigen Spontanaktionen.


  1. die Wirkung soll um den Faktor 2,7 höher liegen als bei der Verbrennung der gleichen Menge Kraftstoff am Boden 

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