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Das Märchen von den „qualifizierten Ausländern“

16.10.201021.03.2018

Da wird der doofen deutschen Stammtischbevölkerung mal wieder so richtig eins ausgewischt: Minister tönen vom „kontrollierten Zuzug“ ausländischer Arbeitskräfte. Man wolle keine potenziellen Sozialhilfeempfänger ins Land lassen, die die Sozialsysteme belasten, sondern „integrationswillige“ Fachkräfte.

Also mal ehrlich: Alleine die Tatsache, dass der DIHK wie seit Jahren schon ständig Alarm schlägt, es gäbe zu wenig Fachkräfte, nur um dann mal wieder mit gigantischen Zahlen beim Wirtschaftswachstum zu glänzen, ist grotesk. Wenn es so einen Fachkräftemangel gäbe, wer würde dann die tollen Zahlen erwirtschaften? Die gebeutelten Hartz-IV-Empfänger vielleicht?

Nein, es geht hier um billige „integrationswillige Fachkräfte“. Es geht um gut ausgebildete Menschen, die ihre Familie zurück lassen, um hier für einen Hungerlohn ohne Sozialversicherung zu arbeiten und dann schnell wieder nach Hause abgeschoben werden können, wenn es nicht so richtig gut läuft.

Und mal abgesehen davon: ausgebildete Fachkräfte (was immer man darunter versteht) wachsen auch im Ausland nicht auf Bäumen. Die muss man ausbilden. Und zwar hier. Denn dort, wo sie herkommen, gibt es ja keine Arbeit und mithin auch kein funktionierendes Bildungssystem, denn sonst kämen sie ja nicht hierher.

Mir scheint, es geht um zwei Sachen: man will den Druck hierzulande erhöhen auf die Menschen, indem man ihnen vorgaukelt, vor den Landesgrenzen stünden Heere Arbeitssuchender, aus denen man sich die Qualifiziertesten herauspicken könne. Und die dann noch nicht einmal geschult werden müssen — und so  kann man sich die Mittel für den Schulausbau sparen und den sowieso schon mageren Bildungsetat noch weiter kürzen, um „notleidenden Banken“ unter die Arme greifen zu können.

Und man will die Not der Menschen ausnutzen, die herkommen, um hier einfach in Frieden leben wollen, ohne Angst vor Krieg, Hunger und Verfolgung. Mit einer Perspektive. Und nicht mit billigen Sprüchen, die nur denen gefallen, die mal wieder 30 Jahre zurückgeblieben sind.

Das ist praktisch. Durchsichtig ist es auch. Es zeigt aber, für wie dumm man den Bürger hält oder machen will. Ob aber die Rechnung aufgeht auch jenseits der Weißwurstäquators?

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