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leben, technik und kommunikation

War das schon alles?

07.12.201007.12.2010

Wir jammern auf wirklich hohem Niveau: Gerade lese ich in einem Artikel der FAZ über die zunehmende „Entgrenzung“  zwischen Beruf und Freizeit:

„Für leitende Angestellte gilt die Obergrenze [von 48 Wochenstunden, d.red.] nicht“, sagt Arbeitsrechtler Wißmann. Hier habe sich der Gesetzgeber wohl gedacht, dass die Mehrarbeit durch eine entsprechend hohe Vergütung ausgeglichen werde und Führungskräfte zudem über Möglichkeiten verfügten, zusätzliche Arbeit auf Mitarbeiter zu verteilen. (FAZ online)

48 Wochenstunden gilt nicht für leitende Angestellte, weil sie ja schließlich dafür bezahlt würden, die Arbeit zu machen und sie außerdem delegieren können. Leitende Angestellte können das, Selbstständige nicht.

Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen: in einer modernen Dienstleistungsgesellschaft, wohin die unsere zumindest im Berufsleben tendiert, wird es immer weniger Angestellte geben. Ihr feste Berufsbindung, ihre Arbeitsplatzbindung löst sich auf, sie stehen als „Pseudo-Tagelöhner“ einer Organisation zur Verfügung, der sie einen Teil ihres Leistungspotenzials für einen gewissen Zeitraum zuteilen — so wie es ein Selbstständiger auch macht. Und genauso wie ein Selbstständiger sind auch sie dazu verpflichtet, ihre „Work-Life-Balance“ ((Als ob es für Selbstständige einen großen Unterschied zwischen Leben und Arbeiten gäbe…)) selbst zu verwalten.

Die Diskussion hakt an zwei Stellen: sie bezieht sich bei der Berechnung der Arbeitszeit auf ein veraltetes oder zumindest nicht mehr umfassend gültiges Berechnungsmodell (Arbeit = Zeit = Leistung), das zwar in der Industriegesellschaft mit ihren Fließbändern und der Massenproduktion noch gültig gewesen sein mochte, aber in einer Dienstleistungsgesellschaft nicht mehr passt. Und sie tut so, als ob Diejenigen, die in dieser Gesellschaft leben, mit der zunehmenden Flexibilität und Mobilität gleich gut umgehen könnten.

Gerade Letzteres scheint mir nämlich nicht so der Fall zu sein…

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