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Nisus Writer Express 2: Anstinken gegen MS Word?

22.09.200424.02.2024

Das wäre ja nun wirklich vermessen: der Markt der Textverarbeitungssoftware gehört prinzipiell auch auf dem Macintosh der Firma aus Redmond. Und das Produkt, Word, kann eigentlich so ziemlich alles, was eine Textverarbeitung ausmacht – und für die meisten Benutzer eher mehr als ihnen lieb ist. Denn die meisten wollen immer noch einfach einen Text schreiben und formatieren, ein paar Bilder hineinpappen und das ganze dann ausdrucken.

Alle Vorteile auf einen Blick:

  • Flache Lernkurve
  • Volle Einbindung in OS X
  • Lesen und Schreiben von DOC-Dateien
  • Niedriger Preis (60 USD Vollversion, 45 USD Upgrade von Version 6.x)
  • Markierung unzusammenhängender Textpassagen
  • übersichtliches und schnelles Suchen&Ersetzen
  • UTF-8 Unterstützung
  • Mehrsprachigkeit
  • Automatisierbar durch Perl-Scripts
  • frei konfigurierbares Interface
  • erstklassige Unterstützung durch Nisus und die User

Meinungen

After using the pre-release version of NWX2, I’m convinced that Nisus didn’t miss much. This is not a kitchen sink word processor (can you say „Microsoft Word“). It’s an elegantly designed, pleasant-to-use, thoughtfully intuitive application that’s fast, efficient, and comes with more true „word processor features than most users require.

(Tera Patricks‘ Mac360)
©Nisus Inc., Nisus [(nice us): L., noun of action f. niti, to strive, endeavor.] Effort, endeavor.
Nisus Thesaurus, mitgeliefert

It is what it is, after all; an elegant, intuitive, feature-rich word processor that has some maturing to do, but that’s giving every indication it’ll make its parents proud.

(Kirk Hiner in Applelinks)

Eine Software, die das kann, ist Nisus Writer. Der erste Version auf OS X war ein Schnellschuss und fiel unter die Kategorie „Nice Try“, hatte aber recht wenig von dem, was Nisus Writer seit 15 Jahren auf dem Mac ausmachte: Flexibilität, Übersichtlichkeit, Anpassungsfähigkeit und enge Integration ins Betriebssystem.

Das soll sich nun ändern: Beinahe zwei Jahre nach der ersten Version ist nun Nisus Writer Express 2 auf dem Markt. Und da sieht die Sache schon anders aus, denn Nisus Writer ist erwachsen geworden. Es fehlen immer noch ein paar Sachen, die in der alten Version 6.x vorhanden waren, sind aber bereits in Planung und werden wohl mit dem kommenden substanziellen Update erfolgen. Dazu aber später.

Es ist natürlich unfair, Nisus Writer mit MS Word zu vergleichen, denn Word kostet etwa das Achtfache. Und bietet aufgrund der Einbettung ins Office-Paket auch wesentlich mehr. Natürlich auch wesentlich mehr, als man zum Schreiben, Editieren und Ausgeben von Text benötigt. An dieser Stelle setzt Nisus an: die Zielgruppe sind Autoren, die große Textmengen be- und verarbeiten müssen. Dazu zählen Universitäten und Redakteure, die für ein Satzprogramm den Inhalt liefern.

Nun aber zu den Eigenschaften: Das Erste, das auffällt, ist das sehr übersichtliche Interface. Es besteht aus einer Werkzeugleiste, in der die Basics (11 Symbole) untergebracht sind. Die sonst häufiger benötigten Werkzeuge sind in einer „Schublade“ auf der Seite untergebracht. Natürlich lassen sich alle Symbole auch frei anordnen bzw. entfernen und einsetzen, so das sich die Werkzeugleiste den eigenen Bedürfnissen anpassen kann – aber das darf man bei nativen Mac OS Applikationen immer.

Rechts oder links je nach Einstellung öffnet sich die Schublade mit vier Gruppen benötigter Menüs: Schreiben, Seitenformatierung, Absatzformatierung und Tabellen. Auch hier kann beliebig umgruppiert und sortiert werden.

Ein interessantes Feature verbirgt sich jedoch in der Werkzeugleiste: Die Formatierungsansicht. Wie ein eigenes Dokument lassen sich hier die Formate des Dokuments sauber übersichtlich einstellen statt sich mühselig über kleine Fenster und Karteireiter ein Format in einer Art Salamitaktik zurecht zu basteln – das wünsche ich mir von anderen Programmen auch.

Während der Bearbeitung fallen jedoch noch andere Dinge auf: Nisus öffnet und speichert Word-Dokumente und kann sogar Word-Vorlagen bearbeiten und benutzen. So ist es immer wieder ein Freude, eine Word-Datei zu säubern: Beim Import in ein Satzprogramm wie InDesign oder PageMaker stehen keine „Altlasten“ im Weg.

Empfohlen wird, den Text grundsätzlich in Unicode UTF-8 abzuspeichern, da nur dann die vollen Eigenschaften des Betriebssystems greifen: Wahlweise Zu- und Abschaltung von sage und schreibe knapp 170 Sprachen und Dialekten. Nisus ist darüber hinaus neben dem systemeigenen TextEdit die einzige Textverarbeitung, die mit den typografischen Finessen des OS problemlos zurechtkommt.

Außerdem wird auch die systemeigene Rechtschreibkorrektur herangezogen, so dass für alle Programme, die darauf zugreifen, eine einheitliche Bibliothek bereitsteht.

Immer noch unerreicht ist die Möglichkeit, unzusammenhängende Texte gleichzeitig zu markieren und zu bearbeiten. Apfeltaste drücken und mit der Maus Doppelklick auf alle gewünschten Wörter, farbige Hervorhebung klicken, fertig. Keine Mausrallye durch die Menüs. Und wer will, kann sich das auch noch mit einer beliebigen Tastenkombination abkürzen.

Erheblich verbessert wurde eine besondere Stärke von Nisus Writer: Suchen&Ersetzen. Das Menü ist umfangreicher aber dennoch sehr aufgeräumt. Wer die GREP-Funktionen nicht kennt, dem bietet Nisus Writer im Suchfenster auch einen „PowerFind Browser“, der die Zeichen und Funktionen kurz erklärt. Alles lässt sich dann per Perl-Makro auch automatisieren. Selbst kleine Berechnungen sind so möglich.

Dennoch gibt es auch ein paar Hürden: außer der automatischen Nummerierung von Abschnitten und Seiten – das funktioniert allerdings tadellos, ganz im Gegensatz zu Word – gibt es keine automatische Absatznummerierung. Daran wird aber nach Auskunft von Mark Hurwitz noch gearbeitet.

Auch wünsche ich mir etwas Ähnliches wie die Strukturierungsansicht in Word, mit der in Dokumenten die Überschriften per „Bookmark“ in einem seitlichen Reiter mitgeführt werden – vielleicht sogar flexibler als in Word, das nur hauseigene Überschriften akzeptiert.

Fazit.Wer viel und häufig Text produziert, kann nun mit Freude arbeiten: Es gibt ein Leben nach Word – zumindest für Autoren auf dem Mac. Und nicht mal schlecht.

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