Nobel, Nobel

Al Gore im Büro (das ist der Mann hinter den Papierbergen)Na, herzlichen Glückwunsch, Al, zu Deinem neuen Preis.
Nachdem Al Gore ja nun schon zwei Oscars abgeräumt hatte, kommt jetzt der Friedensnobelpreis dazu. Interessant finde ich den Zusammenhang: als er per eigenwilliger Zählung der Abstimmzettel im Bundesstaat Florida gegen den derzeitigen Rekordpräsidenten Bush1 verloren hatte, hätte ich keinen Pfifferling mehr auf den Mann gegeben.
Dann rückte er wegen seiner Kontakte zur Politik in den Aufsichtsrat von Apple auf und nutzte die freie Zeit für ausgiebige Vortragstouren durch die USA zum Thema Klimaschutz und um seinen Doku-Film „An Inconvenient Truth“ („Eine unbequeme Wahrheit“) zu verfassen, mit dem er auch – neben geschicktem Product Placement – zwei Oscars gewann2 .
Nun ist Al Gore – schon durch seinen Aufsichtsratsjob – ein Mac-User, was auch im Film sehr prominent herausgestellt wird. Dass er jetzt auch noch einen Nobelpreis kriegt, kann man als einen der gelungendsten Marketing-Coups der letzten Jahre verstehen. Da können sie doch bei Microsoft Vistas verkaufen, was sie wollen: mit dem Image kann keiner konkurrieren.
😉


  1. er trägt den aktuellen Jahrhundertrekord im Meinungstief der USA 

  2. ich fand den Film gähnend langweilig und unspektakulär, wobei ich wahrscheinlich nicht zur Zielgruppe gehöre, da ich meine Jugend während der 80er verbrachte und Umweltschutz für mich eher zur Normalität gehört. 

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