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Wer war’s?

28.03.2008

Die Absetzbewegungen nach dem Absterben des Transrapid sind in vollem Gange. Die kurzsichtige und leider auch durchsichtige Ausrede kommt allerdings aus der bayerischen Staatskanzlei:
Statt den Transrapid als eine mittlerweile 70 Jahre alte Erfindung zu erkennen, der sich aus verschiedensten Gründen in unserem Land einfach nicht zu bauen lohnt ((unter anderem, weil er Strecken braucht, die wir hier gar nicht bieten können)), wird jetzt munter auf der „Unseriosität“ der beteiligten Industrie herumgeritten.
Das ist durchsichtig, denn wer jemals bei einer öffentlichen Ausschreibung dabei war, kennt die Vorgehensweise: da wird in schicken Meetings eine Art Brainstorming gemacht, dessen Ergebnisse dann in einem konkreten Aufgabenkatalog münden sollen. Da dabei aber nur die Hälfte der erforderlichen Arbeitsschritte angesprochen wird, geht die Kalkulation von willkürlichen Zahlen aus. Dann aber kommen Staatssekretäre und andere -sekretäre ins Spiel und schieben immer wieder neue Wünsche nach: hier ein Tunnel, da eine Umgehung, dort ein Lärmschutzwall — alles Sachen, die in der ersten Kalkulation nicht drin waren.
Daraufhin warnt eine Subalterner vor der Kostenexplosion. Das ist das Ende seiner Laufbahn, denn er wird als Miesmacher und Bedenkenträger in die technologiefeindliche Ecke geschoben. Jetzt regiert die politische „Vision“. Jenseits der Realität werden Extrawünsche nach persönlichem und politischem Opportunismus verteilt („Gib ihm die 100 m Tunnel, dann kriegen wir eine neue Energiekostenrechnung erst nach der Landtagswahl“).
Die tatsächlichen Kosten sind in der Zwischenzeit im virtuellen Orbit.
Und dann kommt die Bilanz, eingefordert von der Öffentlichkeit. Und die offenbart die immer noch vorherrschende Ignoranz fremden Geldes: Was auf dem Papier so schön aussah und als Grundlage für die Spezlwirtschaft herhalten musste, ist in der Realität zu teuer.
Nein, Herr Beckstein, Sie sind nicht dumm, Sie wussten das vorher schon: Wir können uns sowas gar nicht leisten. Nicht zuletzt auch deswegen, weil man in der ganzen 70-jährigen Entwicklungszeit offenbar keinen Gedanken daran verschwenden wollte, ob man das braucht und ob man es bezahlen kann.
Wir sollten der Industrie dankbar sein: statt nur willfährig dem blinden Populismus nachzulaufen und dem Volk Sand in die Augen zu streuen, haben sie uns mal wieder daran erinnert, dass es vielleicht auch eine Nummer kleiner gehen kann. Vielen Dank.

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