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Nisus Writer Pro 2: Schreiben Revisited

08.10.201214.02.2019

Schon dreimal habe ich in dieser Rubrik über die Textverarbeitung Nisus Writer berichtet. Zunächst den ersten recht angestrengten Versuch, ein ehrwürdiges Programm mit zahlreichen Features aus der Versenkung eines untergegangenen Betriebssystems namens Mac OS 9 auf den Stand des OS X zu bringen. Dann über die neuen Features und die Spaltung zwischen einer „Express“ und einer „Pro“-Version und dem ernstzunehmenden Anspruch, auch für altgediente Mac-Benutzer eine Alternative zu den vollgepfropften Office-Paketen anzubieten. Auch das ist schon wieder drei Jahre her. So wurde es mal wieder Zeit nachzusehen, was in der Zwischenzeit aus diesem Veteran geworden ist. Die gute Nachricht: Nisus Writer ist „alive and kicking“.

Über die Unterschiede zwischen der „Express“-Version und der „Pro“-Version informiert auch die Website von Nisus.

Nisus Writer Pro: USD 79, im App Store für 62,99 €

Nisus Writer Express: USD 45, im App Store für 35,99 €

Benötigt wird mittlerweile OS X ab Version 10.6.6

(c) Nisus Inc.

Zwar ist die aktuelle Version 2 auch schon wieder einige Monate alt, aber in einer schnelllebigen Zeit, in der sich Programmversionen gegenseitig überholen und man kaum noch zum Arbeiten kommt wegen der ständigen Aktualisierungen, ist es eigentlich wohltuend, wenn sich eine traditionsbewusste Softwareschmiede Zeit nimmt. Vor allem wenn die Zeit dazu genutzt wurde, das Flaggschiff immer wieder sorgfältig zu testen und zu polieren, damit es keinen Rost ansetzt und auch nicht mit Schnickschnack überfrachtet zur „Bloatware“ verkommt. Nur Features um der Features willen führt auch in der Software zu nachlassender Qualität. Fokus ist das Stichwort.

Und worauf hat man sich bei Nisus konzentriert? Nach dem Dokumentenmanager in Version 1 wurden in Version 2 die Bearbeitungsmöglichkeiten verbessert und am Import-/Exportfilter zum allgegenwärtigen MS-Word gefeilt. Außerdem wurden ein paar rudimentäre Zeichenfunktionen hinzugefügt, die es unter anderem erlauben, Text- und Bildobjekte an der Seite oder im Text zu verankern. Dazu aber später mehr.

Fokus auf Textverarbeitung

Zunächst fällt die Möglichkeit auf, sich auf der rechten oder linken Seite des Textfensters die „Navigator“ genannte Leiste darstellen zu lassen. Damit wird entweder eine Gliederungsansicht in Form eines vorläufigen Inhaltsverzeichnisses angezeigt oder eine Übersicht der Lesezeichen. In der Gliederungsansicht, die die Überschriftebenen hierarchisch darstellt (ähnlich der Navigationsansicht in Word) lässt sich bequem zwischen Absätzen navigieren, so dass auch lange Texte ihren Schrecken verlieren. Ähnlich verhält es sich mit der Lesezeichenliste, nur dass diese vom Autor selbst gesetzt werden und er sich damit unabhängig vom späteren Inhaltsverzeichnis oder der Überschriftenhierarchie eigene Sprungziele definieren kann. Das ist gerade beim Aufsetzen eines Manuskripts von Vorteil, wenn die Stellen markiert werden sollen, die noch überarbeitet werden müssen. Wie auch in der Gliederungsansicht führt ein Klick darauf zu der gewünschten Stelle.

Um eine Textstelle hervorzuheben, lässt sich aber auch das Kommentarwerkzeug einsetzen, das in einer zusätzlichen Leiste angezeigt wird. Da dies recht bequem zu erreichen ist, verlockt der Einsatz auch für Notizen zum Text. Die Kommentare können beim Export als PDF mit ausgegeben werden und so für Korrekturläufe genutzt werden.

Eine weitere Unterstützung vor allem für die Online-Redakteure unter uns, die neben der Rechtschreibung auch auf die Zahl der Absätze, Zeichen und Wörter achten müssen, ist die Statistik-Funktion gedacht, die permanent über den aktuellen Umfang informiert.

Aber auch schon das reine Schreiben ist kein Hexenwerk mehr: Nisus Writer unterstützt über eine umfangreiche Bibliothek den Einsatz von Sonderzeichen und Platzhaltern für Serienbriefe und Dokumentinformation – in allen Sprachen.

Und ist die erste Überarbeitung fertig und das Dokument soll geändert werden, lassen sich mit einem Klick die Änderungen aufzeichnen. Nisus zählt dabei alle Änderungen mit, so dass auch bei langen Texten keine Änderung übersehen werden kann.

Die Software gibt es selbstverständlich auch in lokalisierten Fassungen.

Text- und Bildobjekte

Die Verwendung von Text- und Bildobjekten gehört eigentlich in den Bereich Layout und nicht in den Bereich Textverarbeitung. Das ist die Domäne der Layoutprogramme. Hier kann und will Nisus Writer nicht mithalten. So kommt Nisus Writer mit einer umfangreichen Bibliothek an Formen und Pfeilen, die sich munter über die Seiten verschieben und auch in ihrer Größe und Aussehen weitgehend modifizieren lassen, aber es ersetzt eben kein Zeichenprogramm wie OmniGraffle und ähnliche Software. Trotz vieler Möglichkeiten, den Text optisch zu frisieren bleibt das Programm auf dem Niveau einer Textverarbeitung – und das ist auch gut und richtig so.

Fazit

Gerade die mittlerweile zahlreichen Bearbeitungs- und Markierungsmöglichkeiten machen Nisus Writer Pro zur ersten Wahl bei der Textverarbeitung, da damit zuverlässig und schnell auch umfangreichere Texte erstellt werden können. In der Technischen Dokumentation und auch generell innerhalb eines Redaktionsprozesses lässt sich die Software gleichwertig zu einem wesentlich teureren Office-Programm einsetzen, welches für die redaktionellen Ansprüche völlig überfrachtet ist. Ich setze es daher vorwiegend für die schnelle Textbearbeitung ein und zum „Säubern“ von Texten, in denen wohlmeinende Kollegen mal wieder mit Hilfe von Leerzeichen und einem bunten Gemisch aus Absatzmarkern und hartem Umbruch vor sich hin formatiert haben. Dabei kommt vor allem die hervorragende Suchen- und Ersetzen-Funktion um Einsatz – aber die ist ja schon hinreichend beschrieben worden …

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