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Xing: Die Kontakter-App

27.11.2012

Die Zeiten, in denen Herren in dunklen Anzügen in abgeschotteten Büros saßen und Papierstapel stempelten oder unterschrieben, Untergebene anbrüllten und Telefonate führten, sind gottlob lange vorbei. Der moderne Berufstätige führt zwar noch Telefonate, sitzt aber nicht mehr in Büros getrennt von der Außenwelt. Der Angestellte ist ein Manager. Er verwaltet seine täglichen Aufgaben, seine Kontakte und seine Kommunikation, er ist eingebunden in ein Informationsnetzwerk, das sich Unternehmen nennt und alles erfasst, was in ihm arbeitet und mit ihm von außen zu tun hat. Dies zu verwalten ist keine Kleinigkeit – aber es gibt ja Apps dafür.

Xing im Allgemeinen

Xing (in grauer Vorzeit auch „OpenBC“ tituliert) ist so ein Netzwerk, mit dem nicht nur Angestellte, sondern auch Selbstständige eine soziale Plattform des Austauschs finden können. Es ist eine Art „Facebook für Berufstätige“ und funktioniert elementar nach ähnlichen Regeln. Da die Teilnahme zwar auch kostenlos (dann aber nur in einer sehr eingeschränkten Funktion) zu haben ist, aber prinzipiell von den Beiträgen der zahlenden Mitglieder lebt, ist sie werbefrei – außer Mitglieder werben selbst.

Dies macht im Internet ihren hohen Nutzwert aus, denn neben der Kontaktpflege können in Gruppen Diskussionen angestoßen und geführt werden, die von Mitgliedern moderiert werden. Oft finden dort Hilfesuchende recht schnell und kompetent Rat und Hilfe – ob es um ein Problem mit dem Drucker geht oder Fragen zu Bewerbungsgesprächen. Im Gegensatz zu anonymen Plattformen im Internet ist der Ton dabei meist sehr höflich und respektvoll, schon alleine weil sich alle Mitglieder mit einer Visitenkarte vorstellen müssen. Außerdem gibt es Jobbörsen und Stellengesuche – kurzum so ziemlich alles, was der Berufstätige benötigt, um sich über die eigenen Unternehmensgrenzen zu vernetzen.

Der Visitenkartenscanner: das Ergebnis hängt von der Karte ab.

Die App

Für Laien etwas verwirrend ist die Tatsache, dass Apps aussehen und sich verhalten können wie Internetseiten, die speziell für Smartphones entwickelt sind. Da die Internetseite für Smartphones innerhalb des installierten Browsers auf dem Smartphone funktioniert, ist sie an die Möglichkeiten und Grenzen des Browsers angewiesen, kann aber dafür unabhängig vom Betriebssystem des Smartphones laufen. Sie hat damit beispielsweise keinen Zugriff auf die Ortsdaten des Benutzers, sein Adressbuch oder andere Apps.

Die „native“ App dagegen muss auf dem Smartphone installiert werden, benötigt also für ihre Funktion nicht unbedingt einen Internetanschluss, kann aber dafür die Funktionen des Smartphones besser nutzen. Die hier vorgestellte App von Xing nutzt beispielsweise in der Version 4.4 die eingebaute Kamera des iPhones, um Visitenkarten zu scannen und per Texterkennung in Adressdaten zu verwandeln.

Da war es natürlich fast schon zwingend, dass die Betreiber (Xing AG) auch dem liebsten Spielzeug des Berufstätigen huldigen und die entsprechenden Apps für Smartphones publizieren würden. Eine solche App ist auch Xing für das iPhone, die gratis im AppStore angeboten wird. Sie sollte allerdings nicht mit der Internetseite von Xing verwechselt werden, die als „Mobilversion“ der App sehr ähnlich sieht, aber einen anderen Funktionsumfang bietet (siehe auch Kasten rechts).

Wie es mittlerweile fast schon Standard ist, befindet sich die Navigation am linken Bildschirmrand und wird mit einer Wischbewegung geöffnet. Nach der Wahl des Bereichs verschwindet sie wieder am Rand bis auf einen kleines Etikett, das zu leuchten beginnt, wenn ein neuer Besucher die Visitenkarte im Internet besucht hat, eine neue Nachricht für den Benutzer vorliegt oder ein direkter Kontakt Geburtstag hat (sofern dieser seine Geburtsdaten überhaupt angegeben hat).

Die Standardansicht „Neues aus Ihrem Netzwerk“ ist wie die meisten anderen Bereiche eher passiver Natur: Man liest mit, bleibt auf dem Laufenden, wer aus den direkten Kontakten einen neuen Kontakt geknüpft hat und ähnlich eher unwichtige Dinge. Interessanter wird es bei den Nachrichten, denn diese tauschen die Mitglieder untereinander aus. Im Gegensatz Internetseite gibt es jedoch in der App keine Möglichkeit, Nachrichten nach „Threads“ (Gesprächsverlauf) zu sortieren, also eine Kommunikation über mehrere Mails auf einen Blick zusammenzufassen. Gesendete Nachrichten und empfangene Nachrichten werden in der App und der Internetversion für Smartphones säuberlich getrennt, was die Übersicht natürlich erschwert.

Prädikat: (noch) unpraktisch

Eine ganz neue Entwicklung dagegen ist die Möglichkeit, Visitenkarten mit Hilfe der eingebauten Kamera einzuscannen und dann per Texterkennungssoftware (ABBY) in Kontaktadressen umzuwandeln. Eine sehr praktische Einrichtung, für das es bis jetzt zwar eigenständige Apps gab, eine Integration in Xing erhöht jedoch den Nutzwert der App.

Prädikat: wertvoll

Schon älter dagegen ist die Nutzung des GPS im iPhone: Xing-Kontakte in der Nähe, die ebenfalls die Ortungsdienste für die App aktiviert haben, können sich damit gegenseitig leichter finden. Im realen Leben macht das jedoch nicht unbedingt Sinn, denn als Benutzer entscheide ich nicht anhand der räumlichen Nähe, ob ich andere Nutzer der App zu meinen Kontakten hinzufüge.

Prädikat: Spielerei

Integration

In diesem Zusammenhang darf auch das kleine Progrämmchen „Xing Sync“ nicht unerwähnt bleiben. Mit diesem Programm lassen sich die Kontakte aus dem Xing-Adressbuch mit dem des Computers abgleichen. Da dieses Adressbuch mit Hilfe eines iCloud-Accounts auch mit allen anderen Geräten synchronisiert wird, werden alle Kontakte, die sich in Xing ändern oder neu hinzugekommen sind, ohne weiteren Aufwand automatisch mit allen iCloud-Geräte mit dem selben Account abgeglichen. Damit schließt sich der Kreis.

Fazit

Die App hat Potenzial, ein echter Ersatz für das meist sehr redundante Kommunikationsrauschen in sozialen Netzen zu werden. Gerade für Selbstständige, die ihre beruflichen Kontakte pflegen müssen und damit möglichst wenig Zeit verbringen wollen, ist die App als Erweiterung der Internetseite eine Bereicherung. Allerdings nur, wenn die Programmierer auch in Zukunft den Unterschied zwischen einer Desktop-Internet-Anwendung und der Mobilnutzung nicht aus den Augen verlieren.

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