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Redaktionssysteme: Es ist aufgetragen!

03.04.201509.03.2018

Lehnen wir uns einmal kurz zurück und betrachten den bisherigen Stand: Wir haben alle Daten in das System migriert, haben die Redundanz weitgehend beseitigt, indem die Informationshäppchen so angelegt sind, dass sie wirklich nur noch einmal vorkommen und dementsprechend auch nur einmal gepflegt werden müssen, wir haben Versionen angelegt und Querverweise, Bilder eingefügt und – falls vorhanden – sogar Variablentabellen zur Variantensteuerung angelegt. Nun brauchen wir eine Korrekturfassung, die dem SME/Korrekturleser vorgelegt werden soll. Ob digital oder als PDF spielt keine Rolle.

Mit anderen Worten: wir müssen die Informationen ausgeben, publizieren, zur Verfügung stellen. Ja, und jetzt?

XML

Jetzt rufen wir uns in Erinnerung, dass ein Redaktionssystem, das etwas auf sich hält, die Informationshäppchen mit Hilfe von XML und den dazugehörenden Entitäten verwaltet. Mit anderen Worten: wir haben eine große Menge ausgabeunabhängiger Informationen in der Datenbank untergebracht, die wir vorsortiert haben und jetzt eigentlich nur noch herausfiltern müssen. Statt nun einen Filter zu programmieren, werden die Informationsknoten (hier in Schema ST4) zu Projekten gebündelt, indem im System eine Art Querverweisliste angelegt wird, die sich die referenzierten Knoten aus der Datenbank holt und zusammenstellt. Es liegt also immer noch kein „Buch“ im bildlichen Sinn vor, sondern eine Sammlung von Informationsknoten in einer definierten Reihenfolge.

Dies hat jedoch ein paar entscheidende Vorteile:

  • „Systemneutralität“: Die Informationen im System sind systemneutral, weil sie in einem neutralen Datenformat (XML) vorliegen, die an kein Betriebssystem gebunden sind. Falls ein Wechsel auf ein anderes Betriebssystem oder eine aktuelle Systemversion durchgeführt wird, sind die Daten davon nicht betroffen.
  • „Programmneutralität“: Die gleiche Voraussetzung gilt auch für Programme. Auch hier können die Daten mit einer Vielzahl unterschiedlicher Programme in das System eingefügt und auch wieder ausgelesen werden.
  • „Ausgabeneutralität“: Die Unabhängigkeit geht jedoch noch einen Schritt weiter, denn dem Redaktionssystem ist es sogar völlig egal, ob die Informationen später gedruckt werden, auf einer Internetseite stehen oder als PDF weitergeleitet werden.

Letzteres ist für den Anwender am relevantesten.

Ausgabe und Templates

Für den Benutzer sieht das so aus: sobald es ans Veröffentlichen geht – sei es für eine Korrekturfassung oder die endgültige Ausgabe – wählt er das gewünschte Zielformat. Um die Daten entsprechend aufzubereiten, verfügt das Redaktionssystem über mehrere Konvertierungsprogramme, die die neutralen XML-Informationen entsprechend des Ziel-Datenformats umrechnen. Das kann ein definiertes Programm sein, beispielsweise ein Layoutprogramm, mit dem die Daten dann weiterverarbeitet werden, es kann aber auch eine direkte Konvertierung in HTML oder PDF sein.

Wie die Daten dann bei der Ausgabe aussehen, ob also die Überschrift in dunkelblau und fett oder in gelborange mager erscheint, das hängt davon ab, ob und wie das so genannte „Template“, also die Vorlage, eingestellt wurde. Die Einstellung erfolgt für gewöhnlich nur einmal für alle Dokumente eines Typs oder eines Unternehmens, denn es soll ja eine möglichst hohe Konsistenz in der Ausgabe erzielt werden. Das Layout kann daher sehr stark von dem Aussehen im Editor während der Bearbeitung abweichen.

Auch für Redakteure ist dies oft schwer nachvollziehbar, vor allem, wenn sie es gewöhnt sind, layoutorientiert zu arbeiten. Wer Überschriften daran erkennt, das sie ein bestimmtes Aussehen haben (und nicht eine Ordnungs- und Gliederungsfunktion), der wird die Darstellung im Editor immer als unbefriedigend empfinden und als ein Verlust der Orientierung – bis er das Ergebnis nach der Layoutierung durch das Template sieht. Da vorher jedoch alle inhaltlichen Bearbeitungsschritte erfolgt sind, hat der Bearbeiter kein visuelles Feedback für seine Arbeit. Ein Redaktionssystem ist in diesem Punkt aber unerbittlich: Struktur, Inhalt und Aussehen sind unterschiedliche Aspekte, die erst in der Publikation in einem Zielmedium zusammengeführt werden.

Dies ist jedoch gleichzeitig die große Stärke des Systems: Da die Informationen so lange wie nur möglich ausgabeneutral vorgehalten werden, ermöglicht diese Trennung eine sonst unerreichbare Flexibilität: Es muss nichts von einem (meist proprietäres) Format in ein anderes konvertiert werden – mitsamt der häufig nötigen Nacharbeit, weil die Konvertierung nicht verlustfrei vonstatten geht. Es kann sogar ohne weitere Nacharbeit parallel publiziert werden. Ein Handbuch für eine neue Softwareversion wird mit zwei Klicks sowohl als PDF in einem Druckformat produziert als auch als Onlinehilfe. Abweichung: Null (falls so definiert).

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