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Die sieben Todsünden der Internetnutzung

11.09.200123.01.2022

Schon viele Seiten wurden veröffentlicht zum Thema „Todsünden des Webdesigns“. Meist drehen sich die Sünden, derer sich die Designer schuldig machen, um ihre ureigenste Domäne: zu viel Design, zu viel Schnickschnack, zu viele Grafiken, zu lange Ladezeiten etc. etc.…

Klar, stimmt alles. Was aber ist denn mit den Nutzern? Wer kennt die Nutzer seiner Website so genau, dass er ihnen eine maßgeschneiderte Navigation und Ladezeit anbieten kann – egal, ob sie gerade mit dem Laptop übers Handy eingeloggt sind oder mit dem Pentium VII-Rechner mit 30-Zoll Monitor und 100MBit-Backbone?

Keiner. Der Nutzer muss sich abhängig von den eigenen Gegebenheiten im Internet genauso an Spielregeln gewöhnen wie im realen Leben. Nachfolgend daher die grundsätzlichen sieben Regeln für eine angenehmere Nutzung.

  1. Warten Sie, bis die Seite geladen ist. Viele Seiten erschließen sich dem Betrachter erst dann, wenn alle Navigationslemente und Bilder geladen sind. Auch werden meist erst dann die Links aktiviert.
  2. Surfen Sie nicht zu den Hauptnutzungsszeiten. Selber schuld, wenn der Aufruf länger dauert, denn zwischen 12:00 und 14:00 Mittags (Firmennutzer) bzw. 18:00 und 20:00 Abends (Privatsurfer) sind die Leitungen überlastet.
  3. Merken Sie sich Ihre bevorzugten Seiten als Lesezeichen. Die Suche nach einer Seite über Suchmaschinen oder nach dem Motto „So ähnlich hieß der Link doch!“ ist sehr zeitaufwendig. Speichern Sie interessante Seiten ruhig auf der Festplatte. Dann benötigen Sie keinen Zugriff aufs Internet, um die Inhalte mehrmals zu lesen. Bedenken Sie dabei jedoch, dass die Inhalte sich in der Zwischenzeit geändert haben könnten.
  4. Verzichten Sie auf Bilder, wenn Sie keine benötigen. Bilder brauchen die meisten Ressourcen bei der Übertragung. Statt vom Designer zu verlangen, auch auf eine 286er-Rübe mit 9600bit Übertragungsleistung Rücksicht zu nehmen, nur weil man der letzte Benutzer Deutschlands ist, der diese Hardware noch besitzt, verbessern Sie durch den Bildverzicht für sich die Übertragung und hindern andere nicht am Genuss.
  5. Achten Sie darauf – sofern es die Hardware zulässt – die neuesten Browserversionen zu benutzen. Diese Programme sind kostenlos und meist wesentlich besser in der Benutzung und Darstellung als veraltete Programme.
  6. Nutzen Sie Plug-Ins, wenn es Ihre Hardware zulässt. Der Verzicht auf diese kleinen Zusatzinstallationen macht Ihnen langfristig das Leben nur schwerer, da Sie sich damit vielleicht automatisch aus interessanten Informationen ausschließen.
  7. Achten Sie immer und unbedingt darauf, wem Sie Ihre persönlichen Daten schicken. Auch die Daten, die meist zu statistischen Zwecken auf Ihrem Rechner hinterlegt werden (Cookies), sollten Sie nur bei Bedarf akzeptieren.

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