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Bildschirmtypografie

15.07.200111.02.2019

Im Grunde genommen ist es widersinnig, mit Hilfe eines Computers auf dem Bildschirm Texte und Layouts zu entwickeln, die später auf dem Papier ausgedruckt werden sollen.

Das Ziel der Bildschirmtypografie muss es sein, die Lesbarkeit zu gewährleisten – auch auf dem Monitor. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderung und technischen Gegebenheiten gelten jedoch für den Bildschirm andere Gesetze als für den Druck.

Zum Thema:

  • Lesbarkeit von Bildschirmtext
    (K. Büchner, büro für konzeptionelle gestaltung)

Die Ansicht („WYSIWYG“) des bearbeiteten Dokuments auf dem Monitor kann nicht vollständig die Druckausgabe wiedergeben, da Monitore nur eine – im Vergleich zum Druck – sehr begrenzte Auflösung besitzen. Während das Auge bei etwa 600dpi (dots per inch) im Druck noch Unterschiede wahrnehmen kann, schaffen selbst hochwertige Monitore nur 120dpi, der Standard liegt meist zwischen 90 und 100 dpi. (Das gilt übrigens für alle Betriebssysteme, da die Auflösung, also die Anzahl der Pixel pro Zoll, von der Leistung der Grafikkarte und des Monitors abhängt und nicht von der Software.)

Die mangelnde Fähigkeit der Bildschirme, Feinheiten bei Schriften und Bildern wiederzugeben, hat dazu geführt, dass die Systemhersteller (z.B. Microsoft oder Apple) damit begonnen haben, eigene Schriften speziell für den Bildschirm zu entwerfen, die den anderen Anforderungen gewachsen sein sollten.

Kennzeichen dieser Schriften sind der Verzicht auf kleine Punzen, Serifen und starke Strichstärkenvariationen, wie sie beispielsweise in den klassizistischen Antiqua (z.B. Walbaum, Bodoni) zu finden sind. Auch Unterschneidungen, ein Standard bei hochwertigen DTP-Programmen, können auf dem Bildschirm nicht korrekt wiedergegeben werden. Andererseits sind Bildschirmschriften (z.B. Arial, Geneva, Swiss, Verdana) nicht dazu geeignet, „saubere“ Schriftbilder im Druck zu erzeugen.

Im Nachfolgenden finden Sie einige Hinweise, die bei der Typografie auf dem Bildschirm beachtet werden sollten.

Serifenschriften mit kleinen Punzen „laufen zu“. Während Serifenschriften (z.B: Times) im Druck im allgemeinen für eine bessere Lesbarkeit sorgen, erschweren sie das Lesen auf dem Monitor.

Geringer Zeilenabstand irritiert. Im Druck wird das Auge durch die Seitenränder und Serifen in der Zeile gehalten; auf dem Monitor sind dazu Serifenschriften mit großer Mittelhöhe notwendig, deren geringer Unterschied zwischen Versalhöhe und Mittelhöhe dem Auge nicht genügend markante Punkte für die Erfassung bieten. Daher sind serifenlose Schriften die bessere Wahl, sie müssen allerdings mit einem größeren Zeilenabstand versehen werden.

Lange Zeilen sind unleserlich. Bei zu langen Zeilen (mehr als 80 Zeichen pro Zeile) rutscht das Auge in die benachbarten Zeilen. Das Lesen erfordert mehr Konzentration

Mehrspaltensatz verwirrt. Um auch auf dem Papier das Problem der langen Zeilen zu umgehen, wird häufig ein Mehrspaltensatz eingesetzt, der allerdings auf dem Monitor verwirrt, da der Leser am Ende der Spalte erneut scrollen muss und dabei die Spalte verliert.

Kontrast erblindet. Da Monitore wegen des RGB-Farbraums kein reines Weiß oder Schwarz produzieren, kann der hohe Gamma-Wert (bei Windows meist 2.2) zu einem extremen Kontrast zwischen dem Text und dem Hintergrund führen, was das Auge vom Text ablenkt.

Blocksatz reißt Löcher. Dokumente für den Druck werden normalerweise mit einer Worttrennung ausgegeben, so dass die Wortabstände (besonders bei schmalen Spalten und großen Längenunterschieden) relativ konstant bleiben. Auf dem Bildschirm (im HTML) gibt es keine Trennung, so dass ein überlanges Wort automatisch auf die nächste Zeile verschoben wird und die verbleibenden Wörter im Blocksatz ausgetrieben werden. Damit werden große Wortzwischenräume erzeugt, die das Lesen erschweren.

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