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Das „Ehda“-Phänomen

22.04.200104.01.2024

Sie kennen es nicht!? Unvorstellbar.
Im Folgenden beschreibe ich einen zwar fiktiven Zustand, der nichtsdesotrotz auf tatsächlichen Erfahrungen beruht.

Sie sitzen nichtsahnend an Ihrem Arbeitsplatz und plötzlich kommt Ihr Vorgesetzter, setzt sich Ihnen gegenüber auf den freien Platz und bittet Sie, eine Aufgabe zu übernehmen, für die Sie entweder über- oder unterqualifiziert sind.

Sie können nicht ablehnen, denn entweder ist die Angelegenheit brandeilig und gerade niemand sonst anwesend oder es handelt sich um einen Job, den keiner gerne macht, und der aus diesem Grund immer wieder weitergeschoben worden ist. Wenn Sie jetzt auf die Idee kommen zu fragen, warum er gerade Sie darum bittet, schließlich könne man dafür auch einen geeigneteren Mitarbeiter bitten, dann haben Sie es erlebt, das Phänomen: „Na, Sie sind ja eh‘ da!“…

Daran wäre an sich nichts Anstößiges oder Seltsames, wenn es nicht weitreichende Auswirkungen auf die Produktivität des gesamten Unternehmens hätte. Eine Ablenkung des Mitarbeiters von seinen eigentlichen Aufgaben hat drei Konsequenzen: er ist für sein Aufgabenfeld für die nächste Zeit nicht verfügbar, kann mithin seine eigenen Tätigkeiten nicht vollständig oder rechtzeitig erledigen – und er erledigt die neue Aufgabe mangels ausreichender Erfahrung oder Qualifikation unter Umständen nicht vollständig. Es werden also zwei Aufgaben nicht richtig erledigt. Darüber hinaus macht sein Einsatz, der ja nicht unbedingt immer widerwillig erfolgt, meist Schule. Das bedeutet, dass er mit solchen Aufgaben häufiger betraut wird und sich der Produktivitätsverlust addiert.

Statt einen Mitarbeiter dauerhaft freizustellen für diese Aufgaben, ihn entsprechend zu schulen, oder gar einen externen Dienstleister damit zu betrauen, werden anfallende Aufgaben gleichmäßig auf anwesende Mitarbeiter verteilt. Die Verteilung erfolgt dabei meist auf Zuruf, so dass auch später keiner der Beteiligten sich so genau erinnern kann, wofür denn nun die ganze Zeit gearbeitet wurde und warum die anderen Aufgaben liegen geblieben sind.

Kehren wir zu unserem Szenario zurück:
Sie haben die Aufgabe übernommen, haben ein paar Stunden investiert. In der Zwischenzeit sind die Kollegen schon nach Hause gegangen und das Telefon klingelt. „Oh, Sie sind ja immer noch da!“ (Der Chef) „Haben sie schon die Unterlagen vorbereitet, um die ich Sie in der letzten Woche gebeten hatte? Sie wissen, ich brauche das morgen.“ Natürlich haben Sie nichts vorbereitet, denn das wollten sie zwar heute erledigen, kamen aber wegen der anderen Aufgabe nicht dazu. Was tun? Überstunden? Die Aufgabe abwälzen können Sie nicht, denn die Kollegen sind nicht mehr da, die Ihnen helfen könnten.

Tja. Da macht sich schnell der Frust breit, wenn das häufiger vorkommt. Entweder Sie belegen am nächsten Wochenende einen Kurs in Zeitmanagement und Selbstbehauptung oder Sie studieren die Stellenanzeigen. Oder sie kündigen. Innerlich. Schade, denn das ändert nichts daran, dass es Ihnen wahrscheinlich beim nächsten Mal wieder so geht, weil sie eben auch einer von denen sind: Sie sind der „Ehda“.

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