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Der langsame Tod der kleinen Websites

15.06.200206.03.2015

Mit dem Niedergang der „New Economy“ schwindet auch das Vertrauen in die Allmacht des Internets. Zu Unrecht. Dem Anschein nach können nur die großen Betreiber der Internetseiten überleben, da nur sie über ausreichende Ressourcen verfügen, die das Web – und damit natürlich ihre eigenen Seiten – mit Inhalten füllen. Wem nichts einfällt, kauft sich seinen Content für teures Geld. Ein Trugschluss.

Dieser Irrtum kommt jedoch nicht von Ungefähr: Jahrelang wiegten sich Herausgeber von Internetseiten (Unternehmen, Organisationen, Vereine) in dem Glauben, die Investition in ein einigermaßen aktuelles Softwarepaket würde alle ihre Probleme des Vertriebs und Marketing, ihre Kommunikation mit den Kunden und den Geschäftspartnern lösen. Kaufen, erstellen und fertig.

Je billiger mittlerweile CMS (Content-Management-Systeme) zu haben sind – für ein funktionierendes Redaktionssystem für Websites legt man gerade mal € 200 hin, desto eher fühlen sich die Auftraggeber in dem Glauben bestärkt, sowas quasi „en passant“ aus dem Ärmel schütteln zu können. Denn die Tools sind fast geschenkt und so bequem zu bedienen, dass auch völlig Ungeübte Internetseiten zusammenstellen können, die den meisten Ansprüchen vollkommen genügen.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Die Preise und die Käuflichkeit der CMS-Lösungen täuschen häufig darüber hinweg, dass der Inhalt ja auch erst geschrieben werden muss. Bilder wollen erstellt und aufbereitet werden, Strukturen erkannt und benutzbar wiedergegeben. Einfach nur das Programm kaufen genügt eben doch nicht immer. Das haben auch die Anbieter kostengünstiger Internetseiten erkannt: für € 500 ins Netz – wenn man Text und Bilder sowie eine Konzeption und die Navigationsstruktur gleich mitbringt.

Da aber ist der Haken: Programmiert sind die Seiten wirklich sehr schnell, einen dazu passenden Inhalt zu schreiben, der über das „Willkommen bei XYZ!“ hinausgeht, erfordert eigene Anstrengung und Zeit. Die Entscheidung darüber, welche Texte und Bilder denn nun veröffentlicht werden, kostet Mühe. Sie lohnt sich, aber sie ist oft nicht in der Kalkulation enthalten. Diese Arbeit nehmen einem externe Dienstleister auch ab, verlangen dafür jedoch Geld, viel Geld. Denn sie müssen mit dem Auftraggeber sprechen, vor Ort sein und das bislang Gewünschte aber nie Ausgesprochene erfassen und umsetzen.
Das ist Service, der kostet. Er fordert vor allem die Zeit und Entscheidungsfreudigkeit des Aufraggebers, diese vermeintlich sensiblen Themen zu publizieren und greifbar zu machen. Er erfordert auch die Fähigkeit, den – zugegebenermaßen schlecht fassbaren – Aufwand in die Betriebskalkulation einfließen zu lassen.

Mit diesen beiden Punkten jedoch hat der Mittelstand allen Beschwörungsversuchen zum Trotz seine Probleme: Entscheidungen zu treffen, die über das Produkt hinausgehen und sogenannte „weiche“ Faktoren in die Kalkulation zu übernehmen, sind immer noch der wunde Punkt vieler kleiner Unternehmen.
An dieser Stelle beginnt der Enthusiasmus für das Internet zu bröckeln. Wo die Großen Geld dafür ausgeben können, dass Entscheidungen für sie getroffen werden und über ein mehr oder weniger funktionierendes Controlling verfügen, müssen die Kleinen selbst aktiv werden. Das ist aber ein ungewohntes Terrain, weswegen zunehmend Kleinanbieter sich von dem Traum verabschieden, mit dem Internet Geld verdienen zu können.

Natürlich können sie es. Sie müssen sich nur damit auseinandersetzen. Die Hoffnung, dies mit dem Kauf einer Software vom Tisch zu haben, ist nicht nur trügerisch, sondern tödlich für die Websites.

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