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leben, technik und kommunikation

Plug In or Drop Out

21.09.200219.02.2022

Ein ehrwürdiges Handwerk, das Drucken. Seit Gutenberg den Druck mit den beweglichen Lettern erfunden hatte, gab es eigentlich nur eine nennenswerte Umwälzung in den letzten 500 Jahren: DTP.

Das „Desk Top Publishing“ jedoch bedeutet nicht nur eine Umstellung des Druckverfahrens von der Platte (oder Folie) auf ein computergestütztes Rendering, sondern zieht förmlich einen Rattenschwanz digitaler Änderungen mit sich.

Druckereien benötigen Daten im „PostScript“-Format oder (teilweise) als PDF. Rufen Sie bei der Druckerei an und lassen Sie sich beraten, in welchem Format und mit welchen Einstellungen Sie ihre Daten schicken sollten.

Problematisch kann es auf der Windows-Plattform werden, da Windows (egal welcher Systemversion) eigentlich PostScript nicht komplett unterstützt. Da müssen Sie eventuell nachinstallieren.

Zu druckende Bücher werden nicht erst als Muster gedruckt, nachbelichtet und dann endgültig montiert, sondern direkt digital angeliefert. Die Vollständigkeit und Korrektheit der Daten obliegt dem Zulieferer, der Drucker selbst kann sie nur noch überprüfen. 
Jetzt aber ist der schwarze Peter beim Redakteur gelandet, der die Daten aufbereiten und vorbereiten soll, ohne dass er eine Ahnung von der Komplexität des Druckens und den möglichen Stolpersteinen hat.

Folgerichtig müssen Redakteur und Drucker eng zusammen arbeiten, um den „Workflow“ optimal zu gestalten. Dazu zählt auch die Verringerung des Medienwechsels: Wenn die Daten schon digital vorliegen (was seit 15 Jahren kaum ein Problem sein dürfte), sollten sie auch digital weiter verarbeitet werden können. Das heißt, aus dem Computer des Redakteurs sollten sie fix und fertig zur digitalen Montage in den Computer des Druckers eingespeist werden: Computer to Plate („C-t-P“) ist das Modewort.

Obwohl sich namhafte Hersteller dazu schwindelerregend teure (und alltagstaugliche) Lösungen haben einfallen lassen, muss der digitale Arbeitsablauf nicht immer über 100.000 – kosten. Meist reicht schon eine kurze Absprache mit dem Drucker, der die erforderlichen Einstellungen der Druckdaten dem Redakteur mitteilt.
Theoretisch zumindest…

Praktisch kann das jedoch so aussehen, dass der Drucker sagt, es sei ihm egal, wie die Daten geliefert werden, Hauptsache sie seien auf einer (oder mehrerer) 3,5″-Diskette(n), denn — man höre und staune — „Ich rede doch nicht mit einem Computer“… (Originalzitat) 
Es handelte sich um eine PostScript-Datei in der Größenordnung von 1,5 MB.

In diesem Fall empfiehlt sich der Wechsel der Druckerei, denn neben den erwähnten digitalen Verfahren des Druckens selbst gehört auch der digitale Anschluss an die Außenwelt zum guten Ton. So gut ein Drucker auch sein Handwerk verstehen mag, erst wenn er auch in der Lage ist, am Workflow teilzunehmen, lässt sich dieser optimieren.

Anderenfalls fallen Druckereien aus dem DTP-Prozess heraus und stellen sich selbst ins Abseits. Und das wäre wirklich schade um ein so solides Handwerk.

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