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Denken in Bildern

10.08.201527.12.2015

Kleine Warnung: Hier kommt mal wieder ein Beitrag aus der Arbeitswelt des Technischen Redakteurs. Es geht um Visualisierung und die Frage, wie man komplexe Fragestellungen im Arbeitsprozess bildlich umsetzen kann. Diese Visualisierung kann dabei helfen, Strukturen zu erkennen und effizient zu arbeiten. Ein sehr gutes Hilfsmittel sind so genannte „Mind Maps“ und „Concept Maps“:

  • Mindmaps sind der Versuch, aus Gedanken Begriffe zu formen, an die weitere Begriffe angehängt werden können. Diese Begriffe stehen dazu ohne weitere Hierarchie nebeneinander und sind lose gruppiert. Das sieht dann etwa so aus wie in der Abbildung oben: alle Begriffe sind zwar auf den ersten Blick einem darüberliegenden zugeordnet, sie haben aber keine bestimmte Reihenfolge und Abhängigkeit.
  • Concept Maps sind der zweite Schritt, bei dem es darum geht, Inhalte zu strukturieren, Ihnen ein gedankliches Gerüst zu verpassen, sie zu gliedern und mit Beziehungen untereinander zu ergänzen.

Wer sich während seiner Arbeit damit beschäftigen muss, wie Informationen sortiert, gegliedert und strukturiert werden – also Technische Redakteure beispielsweise –, der wird vermutlich ein Hilfsmittel benutzen, um ein Projekt in den Griff zu bekommen. Auch wenn vielen Kollegen dazu meist nur eine Tabellenkalkulations-Software einfällt (vermutlich die umständlichste und frustrierendste Möglichkeit), so gibt es doch recht gute Software, mit der man dem Problem als visuell denkender Mensch leichter beikommt: Visualisierungs-Software.
Seltsamerweise beginnen nämlich sehr viele Überlegungen mit einem Stift und Papier: Worte auf einem Blatt, Kringel dazu, dann Zahlen dran, Linien hinein – und nach wenigen Minuten blickt kein Mensch mehr durch. Selbst wenn man diese Zeichnung aufhebt und dann nach 24 Stunden einen nochmaligen Blick darauf wirft, wird es nicht verständlicher. Kann es ja auch nicht, denn die Malereien auf dem Papier sind nur ungeordnete Gedankensplitter, denen eine Ordnung fehlt. Die aber kommt nicht von alleine hinein, die muss man anlegen. Aber wie?
Ich benutze dazu gerne meine Software „OmniGraffle“, es geht aber auch eine Software wie „Microsoft Visio“ oder der „Mindset Mindmanager“ ((Letztere gibt es nur für Windows.)) Zwar ist der MindManager primär zum Erstellen von Mindmaps angelegt, er eignet sich aber sehr gut, um daraus in einem zweiten Anlauf auch Concept Maps zu erzeugen.
Eine Mindmap ist nicht schwer: Locker lassen, einfach einen Begriff auf das Papier (oder die Zeichenfläche des Programms) werfen und dann frei assoziieren: “Was fällt mir zu dem Begriff noch ein?” Der Vorteil der Software ist, dass das erste Ergebnis nicht das letzte ist: Man kann jederzeit neu sortieren und neu assoziieren. Wichtig ist nur, dass jeder Begriff mit nur einem anderen verknüpft ist. Brauche ich ihn nochmals, dann kommt er eben mehrmals vor.
Eine Concept Map dagegen ist etwas komplexer, denn jetzt muss aus einer Sammlung ein Konzept geformt werden, um die Anarchie in die Hierarchie zu überführen. Dazu brauchen wir einen roten Faden, eine Idee und eine Messeinheit, an der wir das Chaos ausrichten. Das gezeigte Beispiel der Mindmap ist so nicht dazu geeignet, denn selbst wenn man die Begriffe umsortiert, bleiben sie doch unzusammenhängend. Den Zusammenhang muss man finden. Das könnte beispielsweise eine Prozesskette sein, also die zeitliche Abfolge ihrer Erstellung. Oder die Gliederung nach Zuständigkeit. Oder die Ausrichtung auf ein bestimmtes Ziel oder einen Nutzungskontext. Oder oder.
Hier ist dann nicht mehr Kreativität, sondern die Disziplin und Konsistenz gefragt. Und das ständige Hinterfragen, ob die Konzeptidee wirklich trägt und nicht vielleicht doch ergänzt werden muss.
Dazu geht man an die Sammlung mit einer bestimmten Fragestellung heran: Für die Mindmap wäre dies beispielsweise: „In welcher Reihenfolge werden die unterschiedlichen Produktinfomationen vom Benutzer benötigt?” Möglicherweise entstehen dabei Rekursionen: die Informationen der Website werden sowohl vor dem Kauf als auch bei Wartungsfragen benutzt. Oder es entstehen weitere Fragen wie: „Der Flyer hat nur ein kurzes Leben, kann man ihn durch einen QR-Code aufwerten und auf die Website verlinken oder den Ersatzteilkatalog?” Dies lässt sich in einer Concept Map darstellen und erfassen.
Das Ergebnis ist eine Abbildung eines gedanklichen Prozesses, der zu wesentlich effizienterem Arbeiten führt als das Ich-fang-einfach-mal-an-und-seh’-dann-schon-was-dabei-rauskommt. Für die meisten Aufgaben in der Technischen Dokumentation ist das vermutlich die Zeit, die am Sinnvollsten investiert ist.
Wir müssen uns nur trauen, die Bilder im Kopf auch zu benutzen statt sie sofort in Wörter zu übersetzen.

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