Beschäftigungstherapeutische Maßnahmen 04.01.201604.01.2016 Als technischer Redakteur im Besonderen und als Teil einer europäischen Zivilisation im Allgemeinen komme ich um eines der wichtigsten Themen dieses Jahrtausends nicht herum: Produktivität und Effizienz. Zwar handeln bereits einige Artikel meines Blogs von Tools und Techniken, wie man sich das Leben einfacher machen kann, aber das „Warum” ist nie groß angesprochen worden. Wieso sollte es auch, dachte ich, es gibt ja zahllose Ratgeber und Beiträge dazu, die sich damit beschäftigen, wie man seinen Tag (und auch die Nacht) so optimiert, dass dabei noch mehr „Performance” herausspringt, noch mehr Leistung, noch mehr Geld, Karriere oder Gesundheit, Achtsamkeit und Urlaub oder was sonst noch die Menschen in einer saturierten Gesellschaft motivieren könnte. Denn seien wir einmal ehrlich: wir haben ein Luxusproblem. In den meisten Gegenden dieser Erde wären die Menschen schon froh, wenn sie für ihre tägliche Arbeit soviel „Lohn” bekämen, dass sie damit bis zum nächsten Tag auskommen. Dort lebt man „von der Hand in den Mund”. Wer bei jedem Wetter die Ziegen aufs trockene Feld treibt und am Abend wieder einsammelt, um sie zu melken, freut sich über einen halben Liter Milch und dass ihm tagsüber kein Tier abhanden gekommen ist. Wer tagsüber bei sengender Sonne mit einem Holzstab den Boden aufkratzt, um ein paar Körner hineinzulegen, die er sich vom Essen abgespart hat, der ist froh, wenn nicht abends ein paar besoffene Milizionäre vorbeikommen und alles einfach anzünden. Wer den ganzen Tag zwischen den Sträuchern der Kaffeeplantage mit einem schweren Korb auf dem Rücken reife Kaffeeschoten gesammelt und zusammengetragen hat, der hat am Abend Rückenschmerzen und ist froh, wenn er von den Pflanzengiften keine Krankheit bekommt und keine Zocker mit den Kaffeepreisen Schindluder treiben, so dass er am Jahresende mit leeren Händen dasteht und kein Brot kaufen kann. Diese Probleme haben wir nicht. Wir treiben Sport: ((Sport ist eine nicht für das Überleben notwendige Beschäftigung, die man sich nur erlauben kann, wenn das Überleben gesichert ist.)) Wir halten uns geistig und körperlich fit, denn wir versuchen zunehmend, in einem als Konkurrenzkampf empfundenen Wettbewerb zu gewinnen. Aber warum? Was gewinnt man dadurch, dass man mehr Geld verdient als der Kollege? Was gewinnt man dadurch, dass man sich ein dickeres Auto leisten kann oder einen größeren Fernseher? Und vor allem: Wieso müssen wir uns dazu auch noch motivieren? Könnte es sein, dass wir unbewusst merken, dass wir uns verausgaben bei einem Rennen um einen Platz auf dem Podest, bei dem es kein Podest gibt? Sind das vielleicht nur beschäftigungstherapeutische Maßnahmen, um irgendwie die Zeit zwischen Wiege und Bahre zu überbrücken? Kann man denn die Zeit nicht besser nutzen? Bildquelle: http://normscott.com/songaweek/archives/443 Teilen mit: Auf Mastodon teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Mastodon Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail Auf Bluesky teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Bluesky Mehr Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn Auf Telegram teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Telegram Auf Pinterest teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Pinterest Gefällt mir:Gefällt mir Wird geladen … thinkware AnspruchArbeitsweltGesellschaftIndustrieZivilisationZufriedenheit
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