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Kritzeln auf Tafeln, Teil 3: Adobe Draw

03.10.201701.05.2019

Dieser Teil der Reihe „Was kann man noch Tolles mit einem Tablet anstellen?“ befasst diesmal sich mit einem Zeichenprogramm, dessen Zielgruppe die Kreativen sind, also die, denen die meisten Sachen am falschen Ort und zur falschen Zeit einfallen. Es gibt nicht wenige Menschen, die Kreativität als Belastung empfinden oder als Zumutung, wenn sie einen „Kreativen“ treffen. ((Man erkennt sie entgegen landläufiger Meinung nicht an der schwarzen Brille oder Kleidung – wer so herumläuft, folgt einem Modetrend.)) Dabei sind die meisten Menschen überaus kreativ: nämlich beim Lösen von Problemen und der Bewältigung ihres Alltags. Jeder Mensch, der improvisiert, löst ein Problem kreativ, denn statt die Arme zu verschränken und darauf zu warten, dass das Problem von alleine verschwindet, nutzt er die zur Verfügung stehenden Mittel, um trotzdem sein Ziel zu erreichen. Auch wer sich eine Telefonnummer auf die Hand schreibt, weil gerade kein Zettel auffindbar ist, löst ein Problem kreativ.

Nun gibt es Jobs, in denen diese Problemlösungskreativität nicht so gefragt ist, und es gibt Bereiche, in denen dies geradezu lebensnotwendig ist. Und es gibt Tätigkeiten, für die es wichtig ist, nicht auf etwas Bekanntem aufzubauen, sondern mit einem freien Tisch („clean slate“) anzufangen. Natürlich ist es naheliegend, hier zunächst an Maler und Zeichner zu denken, an Menschen, die vor einem leeren Blatt Papier oder einer leeren Leinwand sitzen und „aus dem Nichts“ etwas entstehen lassen. Es gibt aber auch weniger ambitionierte Berufe, in denen man Entwürfe erstellt, sie modifiziert und irgendwann in eine gebrauchsfähige Form umsetzt: Gartenarchitekten, Landschaftsplaner, Architekten, Schaufensterdekorateure, Webdesigner, … – und sogar Technische Redakteure (auch wenn man das klassischerweise bei denen nicht erwartet).

Gerade für Letztere kann es interessant sein, aus der typischen Anwendung der Notizblockskizzen auszubrechen, um mit mehr und besseren Werkzeugen auch besser skizzieren zu können. (Das Thema „Kommentieren“ wurde im ersten Teil betrachtet, das „Visualisieren“ folgte im zweiten Teil. Nun geht es ans Skizzieren.)

Zeichnen und zeichnen lassen

Zeichnungen sind für Technische Redakteure ein zweischneidiges Schwert: einerseits wissen sie, dass sich viele Sachverhalte besser in Bildern erklären lassen, andererseits scheuen sie Vorbereitung und Umsetzung, die erforderlich sind, um auch wirklich mit Hilfe eines Bildes besser zu erklären als mit Worten. Oft verzichten die Redakteure daher darauf oder sie bitten die Kollegen in der Konstruktion oder einen Grafiker (sofern zur Hand), denen sie dann wortreich beschreiben, was sie möchten.

Manches aber lässt sich selbst mit vielen Worten oder einfachen Skizzen kaum beschreiben. Beispielsweise Darstellungen, die in einer Beziehung nicht nur zum Text stehen, sondern zusätzlich zu einem Benutzer oder Leser. Dazu zählen Icons oder Objekte, die mit unterschiedlichen Strichstärken und Stiftarten dargestellt werden sollen – meist natürlich vorkommende Objekte. Oder Objekte, die zum besseren Verständnis in eine natürliche Umgebung gesetzt werden sollen.

Hier kommen die bereits erwähnten Apps schnell an ihre Grenzen.

Adobe Draw

Adobe Draw richtet sich an Menschen, die unterwegs eine Skizze festhalten wollen, um sie später auf dem Rechner auszuarbeiten. Da die App von Adobe stammt, ist sie hervorragend an die aktuelle Creative Cloud angebunden. Wer einen Account besitzt, kann die Funktionalität mit Hilfe der App erheblich erweitern.

Aber mal von vorne.

Nach dem Starten bittet die App um die Auswahl eines gewünschten Bildformats (das lässt sich auch später noch ändern), um mit einer leeren „Leinwand“ zu beginnen. Man stellt das Zeichenwerkzeug (Stift, Pinsel, etc.) auf die gewünschte Farbe ein, wählt Strichstärke und Deckkraft, und dann malt man mit dem Stift sehr flüssig auf der Glasfläche des Tablets.

Zusätzlich bietet die App aber auch die Möglichkeit, mehrere Ebenen anzulegen und diese umzuschichten, ihre Deckkraft zu verändern oder sie zu löschen – wie bei den großen Brüdern eben auch. Auf diese Ebenen können auch bereits vorhandene Formen gelegt werden, die beispielsweise mit Adobe Capture erstellt in einer Bibliothek abgelegt wurden. ((Adobe Capture ist eine ebenfalls kostenlose App, mit der sich Farbpaletten aus Bildern oder mit Hilfe der Kamera erstellen lassen oder auch Fotos anhand ihrer Konturen als Strichgrafiken erfasst werden können.))

IMG_0057 Die Komposition aus Foto, „gecapturetem“ Bild (das Kreuz) und Bemalung mit Pinsel. Rechts sind die Ebenen zu sehen.

Nach kurzer Eingewöhnnungszeit lassen sich damit recht überzeugende Figuren und Formen zeichnen, die dann in der Projektbibliothek abgelegt werden. (Ein Projekt kann auch mehrere Zeichnungen umfassen, so dass sich zu einem Thema ganze Blattsammlungen zusammenstellen lassen.)

Die Zeichnung wird anschließend an einen Rechner mit einer Creative Cloud-Lizenz übergeben – sofern er sich im gleichen Netzwerk befindet und mit dem gleichen Account angemeldet ist. Zeichnungen, die mit Draw erstellt wurden, landen als SVG auf dem Rechner, der umgehend das Programm startet.

draw-2 Die Grafik in Illustrator. Die Ebenen bleiben erhalten.

Auf dem Rechner wird das Bild nachbearbeitet. Dort erstellte Gruppen können dann wieder in die Bibliothek der Creative Cloud kopiert werden, wo sie auch für Adobe Draw zur Verfügung stehen. Und da schließt sich der Kreis.

Einschränkung

Was momentan noch fehlt, ist die Möglichkeit, die Grafiken als PDF direkt in eine andere App zu kopieren. Sie muss derzeit erst als PDF per „Sharing“ in einen anderen Cloud-Dienst exportiert werden.

Fazit

Eine sehr edle und auch sehr robuste Vorgehensweise, Bilder und Skizzen anzufertigen.

Die Ideen muss man allerdings selbst haben.

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