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leben, technik und kommunikation

Kritzeln auf Tafeln, Teil 1: Office und Notizen

15.09.201729.11.2021

Es muss ja nicht Schiefer sein: die etwas vielseitigere Version – das Tablet – tut es ja auch. Neben dem geringen Formfaktor hat ein Tablet den Vorzug, ohne eigene Tastatur auszukommen. Die Hardware und das Betriebssystem sind auf die Eingabe mit Fingern und Stift ausgelegt. Der Benutzer navigiert nicht mehr durch Verzeichnisse, um entweder ein Programm oder ein Dokument zu finden – er steigt über eine App ein, die ihm auf dem Bildschirm angeboten wird.

Wir interagieren mit einer Platte aus Glas, die auf der Rückseite bedampft ist. Alles, was auf dem Glas sichtbar ist, kann bedient werden, alles dahinter bleibt verborgen. Während noch bei einem „traditionellen“ Rechner der ungeübte Bediener über drei Schnittstellen mit einem Computer interagierte – Bildschirm, Maus und Tastatur -, und diese koordinieren musste, gibt es jetzt nur noch eine: den Bildschirm. Entsprechend steigen natürlich nicht nur die Erwartungen an die Benutzbarkeit, sondern auch an die Funktionalität dieser Schnittstelle. War der Bildschirm bislang lediglich die passive (optische) Kontrollinstanz für die aktive Eingabe per Maus und Tastatur, muss er auf einem Smartphone oder Tablet alle Funktionen gleichzeitig erfüllen können.

Umso wichtiger ist daher, dass auch Apps den gestiegenen Anforderungen gewachsen sind: auf der kleinen Glasplatte muss die Navigation ebenso wie das Lesen und auch die Eingabe per Finger oder Bildschirmtastatur möglich sein. Außerdem wird Platz benötigt für zahlreiche Programmfunktionen, die nicht ständig zur Verfügung stehen. Bei der reinen Texteingabe wie in diesem Blog ist das noch trivial, denn dazu wird einfach eine Tastatur eingeblendet, die sich durch Tippen bedienen lässt. Komplexer wird es bei Apps, die auch die Manipulation von Bildern erlauben (Drehen, Zoomen). Aber auch das ist lediglich die Umsetzung der beiden Eingabewerkzeuge Maus und Tastatur, wie sie schon vom traditionellen Computer bekannt sind.

Das „Revolutionäre“ – um diesen überstrapazierten Begriff zu verwenden – ist jedoch die Eingabe mit dem Finger oder Stift: das Kritzeln auf der Glasplatte.

Da Finger (zumindest meine Finger) aber wesentlich ungenauer sind, bietet sich die Verwendung eines Stifts an, wie er schon aus den Zeiten des Nokia Navigator oder MessagePad des ausgehenden letzten Jahrtausends bekannt ist. Kombiniert mit der extrem verbesserten Leistungsfähigkeit der Tablets und ihrer Bildschirme – und der damit einhergehenden geringen Verzögerung bei der Eingabe – verfügen aktuelle Geräte über eine Benutzbarkeit, die dem Zeichnen auf einem Blatt Papier entsprechen, aber mehr Funktionen wie die Wahl des Stifts, der Strichbreite oder der Farbe ermöglichen.

In den folgenden Artikeln stelle ich mehrere Apps vor, die einen teilweise sehr unterschiedlichen Ansatz verfolgen und auch unterschiedlichen Ansprüchen genügen sollen, wenn es darum geht, die Glasplatte zum Malen oder Kritzeln zu verwenden. Den Anfang machen Apps, bei denen die Eingabemöglichkeit per Stift als eine Ergänzung gesehen wird, um beispielsweise einen vorhandenen Text oder ein vorhandenes Bild zu ergänzen ((Zu diesen Apps zählt auch die App „PDF Expert“, die in einem vorherigen Artikel bereits vorgestellt wurde.))

Word, Excel PowerPoint und OneNote

word-ipad

Auch wenn es auf den ersten Blick ein wenig ungewöhnlich aussieht, die Platzhirschen unter den Textverarbeitungen oder Tabellenkalkulationen als eine App zu benutzen, mit der man auch zeichnen kann, es funktioniert tatsächlich. ((Alle Komponenten stehen mit einem kostenpflichtigen Office-365-Konto auch als kostenlose Apps zur Verfügung, wobei die Dokumente natürlich primär über die Microsoft-eigene OneCloud verteilt werden. Es sind aber auch andere Cloud-Server dazu geeignet.))

Allerdings ist Word zumindest mit iOS nicht dafür ausgelegt, neue Zeichnungen zu erstellen, sondern vorhandene Dokumente zu „bemalen“, also Kommentare in das Dokument hineinzumalen – so wie man das auch mit einem bunten Stift auf einem Papierausdruck macht. Das Tablet dient daher tatsächlich als Ersatz für ein gedrucktes Dokument. Da die Anmerkungen direkt im Quell-Dokument gemacht werden können, statt es zuvor zu exportieren (beispielsweise als PDF) verhalten sie sich im Dokument wie eine über dem Text liegende Grafik. Sie können entsprechend auch wieder gelöscht werden – allerdings nur, wenn das Dokument auch im Quellformat geöffnet wird. Exportiert man das Dokument beispielsweise als PDF, werden die Anmerkungen „eingebacken“ und sind nicht mehr zu entfernen.

Im Gegensatz zum „klassischen“ Dreigestirn aus Word, Excel und PowerPoint entspricht OneNote der Vorstellung, Text und Notizen zu mischen oder ganz auf Text zu verzichten, um eine Skizze anzufertigen. OneNote besitzt wie auch Evernote die Möglichkeit, einfache geometrische Formen automatisch zu erkennen, so dass ein Kreis auch wirklich wie ein solcher aussieht.

Fazit: Die Funktionalität ist ideal für Korrekturen in vorhandenen Office-Dokumenten, ein umständliches „Round-Tripping“ (Inhalte exportieren/drucken und wieder einfügen) entfällt. Wer also nur mal kurz Word-Dokumente auf dem Tablet kommentieren möchte, benötigt keine weitere Software.

Penultimate und Evernote

Penultimate war ursprünglich ein eigenständiges Produkt, das von Evernote aufgekauft wurde, und nun vollständig in das „Ökosystem“ von Evernote integriert ist. Die App geht – wie auch Evernote – von der Metapher der Notizbücher aus, die man beispielsweise thematisch getrennt anlegen kann, um einzelne Skizzen schneller wiederzufinden.

Mit dem Hintergrund „Millimeterpapier“ sind auch technische Skizzen in Penultimate möglich.

Beim Anlegen einer neuen Zeichnung zeigt die App allerdings wirklich, wozu sie fähig ist: dem Benutzer wird eine Vielzahl unterschiedlicher Lineaturen und Seitenzahlen für sein „Zeichenpapier“ angeboten, so dass man das Tablet nicht nur für Freihandzeichnungen, sondern auch für Maß-Skizzen oder ähnliches verwenden kann.

Durch die enge Einbindung in Evernote werden die Skizzen automatisch in ein Evernote-Notizbuch übertragen, das dann freigegeben werden kann (oder man verschiebt die Zeichnung in ein anderes Notizbuch). Sie steht dadurch unmittelbar auf allen verknüpften Accounts und Rechnern zur Verfügung (siehe auch Arbeiten mit Evernote).

Fazit: Wer Evernote und ein iPad besitzt (Penultimate gibt es nur für iOS), kommt ohne dieses kostenlose (!) Tool nicht herum.

In Evernote ist das Zeichnen eher rudimentär. Dafür ist die Funktion aber nicht unbedingt gedacht.

Nicht ganz so umfangreich ist die Zeichenfunktion in Evernote selbst, die der von OneNote ähnelt. Auch hier kann das Programm einfache geometrische Formen erkennen, so dass man einen Kreis, Rechteck oder eine Linie nur annähernd zeichnen muss. Der Nutzen der Zeichenfunktion liegt allerdings nicht so sehr in der Erstellung von Freihandzeichnungen, sondern in der Kommentierung eingescannter oder fotografierter Objekte:

  1. Das Objekt mit Scannable einscannen (ein Tablet verfügt ja über eine leistungsfähige Kamera) und als Notiz in Evernote übertragen. Oder ein Objekt mit Evernote fotografieren. Das Foto wird als Notiz angelegt.
  2. Die Notiz zum Bearbeiten öffnen.
  3. Werkzeug (Stift, Text, Symbole etc.) auswählen und Anmerkungen hineinzeichnen.
  4. Speichern und „Fertig“ tippen.

Fazit: Die Zeichenfunktion in Evernote ist multifunktional und ergänzt das Leistungsspektrum erheblich. Ein großer Pluspunkt ist die Möglichkeit, Zeichnungen, die beispielsweise auf einem iPad eingefügt wurden, auch Android- und Windows-Benutzern umstandslos zur Verfügung stellen zu können.

Im folgenden Teil 2 beschäftigen wir uns mit Notability, einer wirklichen App für alles, was mit der Hand auf einem Tablet auch gemalt und gezeichnet werden kann.

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