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Doublebyte-Fonts

18.06.200006.03.2015

Das Problem beginnt mit der Tatsache, dass sich verschiedene Schriftsysteme nicht mit dem Zeichensatzumfang von 256 Zeichen, der standardmäßig in Computern verwendet wird, darstellen lassen.

Es stellt sich die Frage, warum die modernen Computer nicht korrekt miteinander kommunizieren können, wenn es doch bereits technisch möglich ist.

Dies liegt wohl an der Firmenpolitik der beteiligten Softwareunternehmen, die eigene Standards geschaffen haben. So sehr der Wettbewerb dem Verbraucher auch durch die Innovation genutzt hat, so hat er auch der Vereinheitlichung gewisser Mindeststandards im Weg gestanden.

Manche Schriften benötigen über 10.000 Zeichen, um nur annähernd die Sprache schriftlich abzubilden. Dabei ist es zwar keine Schwierigkeit, alle Zeichen graphisch umzusetzen, sie erfordern auf dem Computer jedoch eine bestimmte Kodierung. Aufgrund uneinheitlicher Kodierungen überschneiden sich in den meisten Computersytemen die Codes für ein Zeichen einer Schrift mit den Zeichen einer anderen. Davon sind zwar die ersten 128 Zeichen (ANSI/ASCII) weitaus weniger betroffen, für die Lesbarkeit ergeben sich dennoch Probleme. Umlaute oder typographische Anführungszeichen werden inkorrekt interpretiert. Das Lesen wird erschwert oder unmöglich.

Die Lösung Da es dem Computer prinzipiell gleichgültig ist, welches Zeichen mit welcher Kodierung belegt wird, hat man sich bereits vor über 20 Jahren dazu entschlossen, den Zeichensatzraum zu vergrößern. Dazu multiplizierte man die Anzahl der Möglichkeiten (256) mit sich selbst: 65536 Codes. Leider jedoch sind die Zuweisungen der einzelnen Kodierungen noch nicht so weit fortgeschritten, dass jede Software damit umgehen kann. So existiert dieser „Unicode“ immer noch parallel zu den herkömmlichen Kodierungen der einzelnen Länder. Erst die neueren Browser sind in der Lage, die Kodierung korrekt umzurechnen und darzustellen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Zeichensätze der jeweiligen Sprache auf dem Computer installiert sind, damit er sie korrekt zuordnet.

Außerdem müssen auch die Provider und die Serversoftware damit umgehen können.

Das Problem lässt sich natürlich mit PDF leichter umgehen, stellt aber keine Lösung für HTML dar.

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