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Affinity Publisher: Wenn weniger manchmal mehr ist

14.08.202107.10.2023

„Layout? Davon lasse ich lieber die Finger, das kann ich nicht.“ Ach, wirklich? Oder liegt das vielleicht nur am falschen Werkzeug?

Denn nicht mit jeder Software gelingt das klassische „Montieren“ der Seiten, das Zusammensetzen von Text und Bild auf einem Blatt so, wie man es intuitiv auch mit Schere und Klebstoff machen würde. Textverarbeitungssoftware wie Word und Kollegen sind dazu nur sehr bedingt geeignet, sie kommen aus der Schreibmaschinentradition und können zuverlässig Bleiwüsten mit bunten Buchstaben aufhübschen. Aber Layout ist das nicht.

Affinity Publisher Logo (©Serif Labs)

Und weil das so umständlich ist, greifen die ganz Verzweifelten zu einem Programm, mit dem sich zwar ansprechende Bildschirmpräsentationen „layouten“ lassen, weil man die Bild- und Texträhmchen so munter herumschieben kann: PowerPoint. Damit macht man zwar nette Folien, es ist aber immer noch kein Layout. Für mehrseitiges Layout und den Herausforderungen ((Eine solche Herausforderung ist beispielsweise der Wechsel zwischen Konsistenz im Layout einerseits, um dem Leser an die „Brand Identity“ zu gewöhnen, andererseits der überraschende Bruch mit ebendiesen Regeln.)) des Layouts ist ein solches Programm ungeeignet.

Auf der anderen Seite stehen die Riesen des professionellen Umfelds. Klassische Programme wie InDesign sind im Unternehmenseinsatz zwar unersetzlich, aber die Preispolitik des Herstellers ist nur vertretbar, wenn Mensch mit den Dokumentationsprodukten Geld verdienen möchte: knapp 24 Euro im Monat für Flyer, Broschüren und Vereinsnachrichten nur für ein Layoutprogramm sind ein bisschen happig. 🥺

Damit man nicht verzweifelt zu Präsentationsprogrammen greifen muss, bietet sich für kostenbewusste Anwender ein Programm an, das für knapp 55 Euro zu haben ist. Ohne monatliche Raten, komplett. Und das interessante: es verfügt über fast alle Funktionen wesentlich teurerer Layoutprogramme:

Affinity Publisher: die Paletten der Seiten (Spreads) sind links, die der Ebenen und Elemente rechts. Die Paletten lassen sich auch einzeln platzieren.
  • Verkettete Textrahmen: statt wie in Präsentationsprogrammen einzelne Textrahmen über Seiten zu verteilen, können Rahmen auch über mehrere Seiten miteinander verknüpft werden, so dass der Text im nächsten Textrahmen „weiterfließt“, wenn ein Absatz eingefügt oder gelöscht wird.
  • Absatz- und Zeichenformate: um nicht ständig die Grundschrift neu formatieren zu müssen, legt man sich wie auch in einer Textverarbeitung Absatz- und Zeichenformate an. Das erhöht nicht nur die Konsistenz, es erlaubt auch das gezielte und bewusste Brechen der Festlegung.
  • Seitennummerierung und Inhaltsverzeichnisse, Einzelseiten- und Mehrseitenlayout: ja, man kann damit auch schnell und günstig sehr ansprechende Handouts und Seminararbeiten erstellen…
  • Tabellenfunktionen
  • Farbmanagement: bei einem einigermaßen farbtreuen Monitor soll das gezeigte Ergebnis auch dem gedruckten Produkt entsprechen, denn 5000 Flyer neu drucken zu lassen, weil alle Gesichter nach Sonnenbrand aussehen, ist extrem ärgerlich und vor allem auch teuer.
  • Zahlreiche Ausgabeformate, unter anderem druckfertiges PDF (gerade für Hobbyanwender ein absolutes Muss, denn wer kostengünstig über eine Online-Druckerei bestellt, muss deren Anforderungen genügen, damit der Druckprozess so günstig wie möglich bleibt).
  • Objektbibliotheken: die Wiederverwendung von Objekten erleichtert die Anpassung häufig verwendeter Objekte. Wer beispielsweise die Farbe einer mehrmals verwendeten Grafik nur einmal ändern muss, spart sich nicht nur Zeit, sondern auch Fehler.
  • Kostenlose Bilddatenbanken: das Programm bietet eine Anbindung an kostenlose Bildquellen im Netz, wie beispielsweise Pixabay. Nach einer Anmeldung hat man Zugriff auf eine Unzahl von Bilder, die man direkt aus dem Publisher durchsuchen kann und auf die Seite zieht, um sie einzubinden.

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Funktionen, von denen selbst die Webseite des Herstellers Serif nur einen Teil erwähnt. Es hängt gerade bei einer Kreativsoftware wie dem Affinity Publisher vor allem von der Kreativität des Benutzers ab, welche Funktionen er einsetzt. Die Software selbst stellt dieser Kreativität keine Hindernisse entgegen.

Gesamtpaket

Layoutprogramme müssen es schaffen, einerseits allen Anforderungen an die Möglichkeiten der Gestaltung und des Drucks gerecht zu werden, auf der anderen Seite aber auch eine Effizienz bieten, wie sie eher Textverarbeitungsprogramme besitzen. Also einerseits Text- und Bildblöcke munter über die Seiten verteilen zu können und andererseits einheitlichen Zeilenfall und -abstand festlegen zu können. Keine leichte Aufgabe, die sich Hersteller wie Adobe recht ansehnlich honorieren lassen. Umso erstaunlicher, wie günstig es auch geht, wenn man Abstriche macht, die im Alltag kaum auffallen.

Denn Serif hat neben dem Layoutprogramm „Publisher“ auch zwei weitere Programme im Regal, die in denPublikationsprozess passen: Photo und Designer. Die interessante Idee dabei ist, dass man nach Erwerb eines oder beider Programm (zu einem niedrigen Preis oder als Gesamtpaket) direkt in Publisher die zusätzlichen Funktionen aufrufen kann, ohne in das Programm zu wechseln. Beispiel: Eine referenzierte Grafik öffnet per Doppelklick die Funktionen des Designer ohne den Publisher verlassen zu müssen und damit auf Dauer den Bildschirm mit den Fenstern und Paletten von drei Programmen zu pflastern.

Der Wechsel vom Publisher in die Persona Designer eröffnet die Möglichkeiten der Grafikbearbeitung.

Fazit

Es ist auch bei Layoutprogrammen nicht anders als im Leben sonst: es hängt davon ab, welche Ziele und Mittel zur Verfügung stehen, denn sie entscheiden darüber, welches Werkzeug geeignet ist. Affinity Publisher ist ein Werkzeug, bei dem man mit beschränkten finanziellen Mitteln auch hohe Ziele des Layouts problemlos erreichen kann.

Die Ziele allerdings muss man selbst haben…

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