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leben, technik und kommunikation

Home-Office für Laien

22.01.202126.02.2021

Wenn morgens eine Stunde im Winter joggen und eisenharte Terminplanung nicht so ganz Ihr Ding sind und andererseits auch die ständigen Zoom-Calls von der Arbeit abhalten, dann sind Sie nicht alleine. Gerade in Zeiten, in denen Home-Office auch gefordert wird, um die Mitmenschen und sich selbst zu schützen, fällt auf, wie sehr unsere Berufswelt auf Präsenz ausgerichtet ist. Damit sind nicht die Jobs gemeint, die es ohne Präsenz nicht gibt – Pflegeberufe oder Transport beispielsweise, sondern die Berufe, bei denen man sich etwa acht Stunden am Tag an einem klimatisierten Schreibtisch aufhält, unterbrochen nur von einer Mittagspause in der Kantine oder dem Gang in die Kaffeeküche.

Was gerne dabei übersehen wird: diese Unterbrechungen sind es nicht nur, die am heimischen Arbeitsplatz fehlen, sie sind es auch, die für die Arbeit dringend benötigt werden. Der gelegentliche kurze Austausch mit Kolleg*innen auch ohne Bezug zur Arbeit oder der Plausch im Türrahmen über die Urlaubsplanung gehören zu den Errungenschaften, ohne die jed*r Mitarbeiter*in zum reinen Automaten abstumpft. Diese Kommunikation ist nicht nur menschlich, als soziales Wesen, die wir Menschen nun mal sind, ist sie sogar lebenswichtig. ((Allerdings ist genau diese soziale Interaktion am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen genau das Eintrittstor für Pandemien wie Covid-19, die uns als Wirte nutzen. Um Viren das Leben schwer zu machen und sie an der Verbreitung zu hindern, müssen wir zumindest eine gewisse Zeit auf das verzichten, was uns Menschen ausmacht.))

Die Herausforderung ist also, die Kommunikationsszenarien „nachzubauen“, die für unser Wohlbefinden wichtig sind – und gleichzeitig vielleicht sogar jene Kommunikation zu vermeiden, über die wir uns in einer „normalen“ Arbeitsumgebung immer ärgern. Nie ansprechbare Vorgesetzte, launische Kolleg*innen, nervende Telefone, Straßenlärm – alles das, was die meisten Büroarbeiter*innen halt so aufs Wochenende freuen ließ…

Die Cloud ist dein Freund

Schon klar, in vielen deutschen Büroumgebungen ist die Cloud wenn nicht untersagt, dann zumindest mit Argwohn gesehen. Das sollte im Home-Office aber nicht davon abhalten, sie für jene Tätigkeiten zu nutzen, die der Kommunikation dienen. Bloß weil die IT sich nicht mit Teams beschäftigen möchte oder Zoom aus Datenschutzgründen ablehnt (obwohl fleißig per Mailanhang Unterlagen verteilt werden), ist sie für die private Kommunikation mit Arbeitskollegen ja nicht schlecht. Auch Texte und Notizen können nicht nur mit Word geschrieben werden.

Damit man aber auf dem Firmenrechner keine Software installieren muss, sollte man die Werkzeuge nutzen, die sich über einen Browser bedienen lassen. Dann muss später nichts deinstalliert werden und alle Informationen lassen sich mit dem selben Account von allen Geräten aus abrufen.

Cloud eben.

Slack, frisch eingerichtet

Für das Home-Office sollte man dazu zwei Werkzeugtypen unterscheiden:

  • Kommunikationstools für Texte (Chats) und Video, idealerweise sogar kombiniert. Diese Tools sollten zumindest kostenlos sein, da sie nicht für die eigentliche Arbeit benötigt werden, sondern für den schnellen Austausch zwischendurch („Hast Du um 3 Zeit für ein Meeting mit A und B?“ – „Viertel nach?“ – „OK“), für den sich keine Mails lohnen und ein Anruf nur stört. Slack ist ein solches Tool, das sich unbefristet nutzen lässt, aber in der kostenlosen Version einen leicht eingeschränkten Funktionsumfang besitzt.
  • Organisationstools für den Überblick über die kleinen „Könntest-Du-mal-schnell-Aufgaben“, die im Alltag immer wieder auftauchen, wenn man sie am wenigsten benötigt. Diese Software sollte zwar auch nichts kosten, sie muss aber die Möglichkeit haben, mit Kolleg*innen Texte und Dokumente auszutauschen, Aufgaben anzulegen, Notizen abzulegen oder ähnliches. In diesem Zuständigkeitsbereich liegt beispielsweise Evernote. Oder man nimmt Dropbox und Dropbox Paper als integrierte Lösung für die gemeinsame Dokumentennutzung.

Das Unvermeidliche als Gelegenheit

Es ist nämlich wenig hilfreich, produktiv und befriedigend, sich gegen eine Notwendigkeit zu wehren, die die Vernunft gebietet. Statt im Home-Office dem Flurfunk nachzutrauern, sollten wir lieber die Gelegenheit nutzen, unsere vertrauten Abläufe zu hinterfragen und die Möglichkeiten ausloten, die die Technik uns bietet. Erstaunlicherweise ergeben sich daraus meist völlig neue Einsichten: zahlreiche Unternehmen haben nämlich bereits begonnen, Home-Office als Kostenvorteil zu begreifen. Denn selbst wenn sie den Mitarbeiter*innen die Ausrüstung stellen, fallen für Meetings, Reisen und Spesen wesentlich weniger Kosten an. Kundenkontakte werden nicht mehr alleine durch Klinkenputzen aufrecht erhalten, sondern durch regelmäßige Videochats…

Und für die Von-Daheimarbeiter*innen stellt sich die Frage, was sie mit der eingesparten Pendelzeit anfangen. Und ob man wirklich jeden Tag ins Büro muss, um dort die gleiche Arbeit mit mehr Stress zu erledigen.

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