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Kritzeln auf Tafeln, Teil 5: Vectornator

29.04.201912.05.2019

In den vergangenen vier Beiträgen zum gleichen Thema hatten wir uns Apps angeschaut, die entweder Geld kosten (Notability und OmniGraffle), Teil eines „App-Biotops“ sind (Penultimate oder OneNote), oder gar Teil eines regelrechten Bildbearbeitungsuniversums (Draw). Klar, wer sich ein Tablet leisten kann, wird ja wohl auch noch ein paar Euro für eine vernünftige App übrig haben. In unserer kapitalistischen Weltanschauung mag das sogar stimmen.

Es gibt aber auch Benutzer, die haben noch nie auf einem Tablet gemalt, die überlegen sich, ob sie daran überhaupt Freude haben. Für diese Benutzer ist eine kostenlose Software natürlich ideal. Bisher konnte man das mit Adobe Draw auch ganz nett ausprobieren – bis auf den etwas störenden Umstand, dass man sich dadurch gefährlich nah an ein App-Universum wagt, hinter dessen Zeithorizont ein Jahres-Abo für insgesamt knapp 720 Euro lauert. Nicht gerade ein Pappenstiel.

Muss aber nicht sein.

Hier mal eine App, die mit diesen Vorstellungen aufräumt: der Vectornator.

Ebenen, Werkzeuge, selbstdefinierbare Farbpaletten, Pinsel, Linien – aber auch Pfeile und geometrische Gundformen wie Rechtecke und Sterne, Linienstärken, Transparenzen und Schatten: es ist alles da.

Die Oberfläche

Grafikprogramme besitzen im Gegensatz zu handelsüblichen Textverarbeitungen oder auch einfachen Programmen zur Erzeugung von Bildeffekten (also Fotos einfärben oder ähnliches) zusätzliche Eigenschaften, die es dem Einsteiger zunächst schwerer machen, sich darin zurecht zu finden. Während man mit Apps wie OneNote, Evernote oder Notability kleine Bildchen oder Skizzen zeichnen kann, ist es damit schwer, Objekte auf der Zeichenoberfläche zu „stapeln“, also in Ebenen anzuordnen. Das können nur OmniGraffle, Draw – und eben Vectornator auch.

Demzufolge besitzt die App eine Palette, mit der sich wie in einem Profiprogramm all jene Einstellungen und Optionen wiederfinden, die für eine professionelle Grafikbearbeitung benötigt werden. Allerdings ist auf einem Tablet der Platz sehr beengt und demzufolge dürfen sich die Optionen nicht zu sehr ausbreiten. Immerhin wird das Tablet ja als Zeichenbrett eingesetzt.

Die Oberfläche des Programms ist entsprechend aufgeräumt und sehr zweckmäßig eingerichtet: Werkzeuge links, Paletten rechts. Insgesamt kommt man dadurch auch als Unerfahrener sehr schnell mit dem Programm zurecht und kann – sofern man sich an die Ebenenthematik gewöhnt hat – gefällige Skizzen anfertigen.

Die weißen eckigen Punkte im Umriss der roten Fläche sind die „Anfasser“, die runden Punkte sind die Endpunkte der Beziertangenten – Illustrator-Nutzer fühlen sich hier sofort zu Hause.

Das gilt allerdings nicht nur für das reine Malen.

Dem kostenlosen Pendant von Adobe hat die App Vectornator nämlich etwas voraus: sie kann auch Pfade wie ein „echtes“ Vektorprogramm. Sogar einschließlich Linienstärken und Pfeilspitzen. Und zwar so „richtig“: mit Anfassern und Bézier-Kurven, also allem, was auch für die Nachbearbeitung der Punkte eines Objekts wichtig ist. Das kann auch OmniGraffle – damit allerdings kann man nicht malen…

Hier liegt Vectornator vorne und macht deutlich, dass das Programm ein ernster Anwärter auf den Spitzenplatz der Grafikbearbeitung mit dem Tablet ist. Denn bisher musst man dafür dann doch wieder auf den heimischen Rechner zurück und nochmal „nachschleifen“ ((Das empfiehlt übrigens auch Adobe für seine App: nach dem Malen auf dem Tablet soll man die Grafik in der Adobe-Cloud speichern und dann mit Illustrator nachbearbeiten. Deswegen ist Adobe Draw auch umsonst, denn nur in Zusammenspiel mit einem kostenpflichtigen Illustrator wird daraus eine Grafiklösung.))

Das ist aber noch nicht alles…

Dieses Piktogramm wurde ursprünglich mit OmniGraffle erstellt und dann in die Adobe Cloud exportiert.

Die erste Überraschung wartet auf den Nutzer, wenn er eine neue Zeichnung anlegen möchte: er kann sich – sofern vorhanden- mit den unterschiedlichsten Cloud-Diensten verbinden, auch der Adobe-Cloud (ein Account vorausgesetzt).

Das Bild wird dabei nach der Bearbeitung entweder in die Adobe Cloud zurückgespielt oder kann auf einen beliebigen anderen Cloud-Speicher kopiert werden. Es kann aber auch – und das ist wirklich ein „Killer-Feature“ – direkt in Illustrator auf dem Rechner geöffnet werden. Das nennt sich „Continuity“ und war bislang eine Domäne der Adobe Apps.

Und zum Schluss

Das heftigste an der App allerdings ist ihr Preis: sie kostet genau 0 Euro. Kein Schreibfehler. Und ohne Werbeeinblendungen.

Falls Sie sich also überlegen, ob Sie mal ausprobieren wollen, wie gut es sich auf einem iPad malen und zeichnen lässt, ist das der vermutlich beste und auch umfassendste Einstieg. Die Kombination aus Funktionsumfang und Preis ist unschlagbar.

Studenten, die ihr schmales Budget schonen wollen und statt eines Laptops mit einem Tablet studieren – was schon hinsichtlich der Mobilität zu empfehlen ist – bekommen mit dem Vectornator ein Werkzeug zur Hand, das kaum Wünsche offen lässt.

Hasta la vista, Baby!


(Startbild: Szene aus dem Film „Terminator II“ von James Cameron)

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